18 Juli Der FC Gundelfingen geht zum Auftakt leer aus
Bayernliga Süd: FC Gundelfingen – FC Deisenhofen 0:2 (0:1)
Die Enttäuschung war den Bayernliga-Fußballern des FC Gundelfingen buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Gegen den FC Deisenhofen hatten sie den Saisonauftakt in den Sand gesetzt, mit 0:2 (0:1) verloren.
Dabei war die Niederlage durchaus vermeidbar. „Obwohl wir in der ersten Halbzeit nicht gut im Spiel waren“, wie FCG-Trainer Thomas Rudolph später meinte. Zu umständlich, zu mutlos seien die Grün-Weißen aufgetreten. Trotzdem lag ihnen nach einer halben Stunde der Torschrei regelrecht auf den Lippen. Nach einem perfekten Steckpass vom neuen Kapitän Jeremias Seibold hatte Felix Hafner freie Bahn Richtung Tor und lupfte den Ball über den herauseilenden Deisenhofer Keeper Maximilian Obermeier. Das Pech dabei: Hafner lupfte die Kugel auch knapp am Gehäuse vorbei. Statt 1:0 hieß es kurz vor der Pause 0:1, was niemand mehr ärgerte als Abwehrchef David Anzenhofer selbst. Bei seinem Punktspiel-Comeback hatte der 32-Jährige viele entscheidende Zweikämpfe gewonnen, in der 40. Minute legte er allerdings Lennard Jung das 0:1 regelrecht auf.
Gleich nach der Pause lag sogar das 0:2 in der Luft, der neue FCG-Keeper Valentin Rommel brachte beim Schlenzer von Paul Schemat gerade noch die Fingerspitzen an den Ball und lenkte die Kugel zur Ecke. Es war ein Weckruf für die Gundelfinger, die fortan aufs Gaspedal drückten. Beim Schuss von Simon Achatz brachte FCD-Keeper Obermeier gerade noch so die Finger an den Ball (58.). Ansonsten räumten seine Vorderleute alles ab, brachten immer noch ein Körperteil dazwischen – oder profitierten davon, dass sich ins Gundelfinger Offensivspiel zu viele kleine Ungenauigkeiten eingeschlichen hatten. In der 81. Minute machte Deisenhofen dann den Deckel darauf. Zwar hatte Rommel den Kopfball von Niclas Groß noch abwehren können, doch beim Nachschuss von Noah Semmler war der Keeper machtlos. Während FCG-Angreifer Simon Achatz mit Referee Stefan Treiber haderte. Denn unmittelbar vor dem 0:2 war Achatz im Deisenhofer Strafraum beim Zweikampf mit Toibas Nickl zu Boden gegangen. „Er hat mich nur am Fuß getroffen, da war kein Ball dabei“, schimpfte Achatz, der vergeblich auf den Elfmeterpfiff gewartet hatte.
FC Gundelfingen – FC Deisenhofen 0:2 (0:1)
FC Gundelfingen: Rommel – Havolli (66. Weichler), Anzenhofer, L. Sailer, Maliqi (46. Maurer) – Kerber (62. Leibing), J. Seibold, Hafner (78. Peter) – S. Seibold (90. N. Sailer), Spizert, Achatz
FC Deisenhofen: Obermeier – Jungkunz, Nickl, Köber, Zanier – Gkasimpagiazov, F. Schmid, Kretzschmar (87. Herrmann), Jung (75. Groß) – Cavaleri (74. Semmler), Schemat (90.+2 Vollmer)
Schiedsrichter: Treiber (FC Zell-Bruck)
Tore: 0:1 Jung (40.), 0:2 Semmler (81.)
Gelbe Karten: Hafner, J. Seibold, Kerber, Spizert, Achatz / Zanier, Schemat, Groß
Zuschauer: 328
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