12 Sep. Gegen den Primus platzt beim FC Gundelfingen der Knoten
Bayernliga Süd: FC Gundelfingen – FC Pipinsried 3:1 (1:1)
Der Optimismus bei den Bayernliga-Fußballern des FC Gundelfingen war im Vorfeld nicht übertrieben. Da spielte es keine Rolle, dass sie fünf Spiele in Folge nicht mehr gewonnen hatten und das Duell mit dem Tabellenführer FC Pipinsried anstand. Und siehe da, bei den Grün-Weißen platzte der Knoten und sie bezwangen den Ligaprimus mit 3:1 (1:1).
„Es war ein Sieg des größeren, des absoluten Willens“, meinte FCG-Trainer Thomas Rudolph nach einer eigentlich fairen Partie, in der es trotzdem drei Platzverweise gab. Wobei sich über die ersten beiden trefflich streiten lässt. Das Foul von Pipinsrieds Tobias Reithmeir an FCG-Kapitän Jeremias Seibold wertete Referee Moritz Fischer nach einer halben Stunde als Notbremse. Reithmeir war tatsächlich letzter Pipinsrieder, das aber 35 Meter vor seinem Tor – und noch dazu ganz knapp. Das Foul des bereits verwarnten Gundelfinger Verteidigers David Anzenhofer an der Außenlinie war eine Situation, die in den vergangenen Wochen nicht einmal der Rede wert gewesen wäre. Schiedsrichter Fischer zog trotzdem den gelben Karton und in der Konsequenz gleich noch den roten hinterher. Womit Anzenhofer der erste FCG-Kicker ist, der nach Ampelkarte eine automatische Sperre absitzen muss.
In der ersten Halbzeit hatte der FCG zunächst doppeltes Glück, weil Matthias Roithmayr den Ball an die Latte des erstmals von Niklas Frank gehüteten FCG-Tores knallte, bevon sein Teamkollege Alexander Seifert den Abpraller an die Oberkante des Gebälks köpfte (20.). Nur 180 Sekunden später gingen die Gundelfinger in Führung. Zwar köpfte auch David Anzenhofer den Ball ans Quergestänge, den Abpraller verwertete David Spizert zum 1:0. So fließt es zumindest in die offizielle Statistik ein, denn der FCG-Angreifer bekam Schützenhilfe vom Pipinsrieder Spielführer Benedikt Lobenhofer. Der stand beim Nachschuss von Spizert so im Weg, dass er die Kugel ans Standbein bekam und sie damit ins eigene Netz lenkte.
Wenig später gab es dann den Platzverweis für Reithmeir. „Der hat das ganze Spiel verändert“, meinte sein Trainer Langer – und FCG-Coach Rudolph pflichtete ihm bei: „Die Überzahl war nicht gut für uns.“ Pipinsried ordnete sich neu und kam kurz vor der Pause durch den Kopfball von Seifert zum Ausgleich. „Erst als wir auch zu zehnt waren, hat es wieder gepasst“, so Rudolph. Der Spitzenreiter wurde nicht mehr gefährlich, während die Grün-Weißen nach 69 Minuten auf die Siegerstraße einbogen. Außenverteidiger Michael Singer behauptete sich an der Linie am Ball, setzte Simon Achatz in Szene und bei dessen Vorlage nagelte Spizert den Ball direkt und ohne Mithilfe unter die Latte. Das 2:1 war die Vorentscheidung, die endgültige folgte kurz vor dem Ende. Nach einem Doppelpass mit dem eingewechselten Luca Kerber war Singer frei vor Pipinsrieds Keeper Enrique Bösl und ließ dem nicht den Hauch einer Abwehrchance.
FC Gundelfingen – FC Pipinsried 3:1 (1:1)
FC Gundelfingen: Frank – Rieger, Anzenhofer, Lochbrunner, Singer – J. Seibold – Peter (46. S. Seibold), Hafner (83. Kerber), Sen (56. Havolli), Achatz (90.+1 N. Sailer) – Spizert (77. Leibing)
FC Pipinsried: Bösl – Krist, Lobenhofer, Reithmeir, Keßler (70. Haas) – Roithmayr (35. Reichl), Weihrauch (75. Amdouni), Ullmann, Petkovic (70. Sanawar) – Gebert (65. Anyaonu), Seifert
Schiedsrichter: Fischer (SpVgg Ebermannsdorf)
Tore: 1:0 Spizert (23.), 1:1 Seifert (44.), 2:1 Spizert (69.), 3:1 Singer (90.)
Gelbe Karten: Peter, Anzenhofer, Leibing / Reichl, Weihrauch, Haas
Gelb-Rot: Anzenhofer (48./ Gundelfingen), Haas (89./Pipinsried)
Rote Karte: Reithmeir (30./Pipinsried)
Zuschauer: 526
Eine FuPa-Bildergalerie gibt es hier…


