01 Okt. Mangelnde Chancenverwertung macht Gegner stark
U15-Bayernliga: FC Gundelfingen – SV Wacker Burghausen 0:4 (0:1)
„Das Tor ist wie vernagelt“, kommentiere U15-Trainer Peter Stegner das Spiel gegen Wacker Burghausen bereits noch während der Partie. Eine schlechte Chancenverwertung gepaart mit extremer Effizienz der Gäste ließ die Partie am Ende mit 0:4 deutlicher wirken als sie eigentlich war. Die erste Hiobsbotschaft traf die Grün-Weißen bereits kurz nach dem Anpfiff, als Mittelfeld-Motor Alexander Paul früh verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Die Unsicherheit aufgrund der Umstellung merkte man dem FCG anfangs deutlich an, so dass die Burghausener relativ viel Ballbesitz hatten und man nur hinterher lief.
Die erste gute Gelegenheit des Spiels sollte auch den Oberbayern gehören – Nick Mayerföls klärte dabei auf der Linie für den bereits geschlagenen Torhüter Oktay Cicek, der im Anschluss den Ball unter sich begrub (18.). Besser machte es Yannik Seils dann in der 22.Spielminute als er nach schönem Pass durch die Viererkette frei vor dem Tor zum 0:1 einschoss. Die Gundelfinger antworteten ihrerseits Sekunden später, als Laurin Völlmerk auf der linken Seite auf und davon war und sein Schuss vom SVW-Keeper Kevin Neudecker pariert wurde, der anschließende Kopfball-Versuch von Can Özkan landete lediglich am Pfosten.
Auch ein Freistoß von Gundelfingens Jeremias Seibold wurde sicher Beute von Neudecker (24.), der in der ersten Hälfte nicht mehr viel zu tun haben sollte.
Nach der Pause kamen die Grün-Weißen griffiger und aggressiver aus der Kabine und man kam fortan viel besser in die Zweikämpfe. Ein erster (Warn-)Schuss von Seibold aus gut 25 Metern ging knapp über das Gehäuse und auch im Spielaufbau zeigte man sich in der zweiten Hälfte verbessert.
Getrübt wurde dieser Aufwind aus dem Nichts vom 0:2 in der 44.Minute als ein eigentlich harmloser Freistoß aus dem Mittelfeld von Burghausens Raphael Kamhuber per Kopf verlängert wurde – hier sah die FCG-Defensive alles andere als gut aus. Dennoch gaben sich die Stegner-Schützlinge nicht geschlagen und drängten weiterhin auf den Anschluss. Den Jubelschrei hatten sie dabei in der 46. Minute auf den Lippen als Stürmer Can Özkan den Wacker-Torhüter bereits umkurvt hatte und sein Schuss in letzter Sekunde von Abwehrspieler Samuel Stutz von der Linie „gekratzt“ wurde. Auch bei einem Konter über Julian Vogg landete der Ball bei David Schirmer, dessen Rechtsschuss ebenfalls von einem Gäste-Spieler auf der Linie geklärt wurde (49.).
„Gekrönt“ wurde das Pech, als nach einem Eckball in der 60.Minute der Kopfball von Nick Mayerföls am Innenpfosten landete und wieder ins Feld sprang.
Den endgültigen K.O. versetzte Felix Häckl fünf Minuten vor dem Ende als er einen Konter gegen die aufgerückte FCG-Abwehr abschloss und somit den Sieg perfekt machte. Das 0:4 eine Minute später durch Adrian Sulejman (66.) war dann nicht mehr entscheidend.
Trainer Peter Stegner nach dem Spiel: „Wenn man das Ergebnis liest und dabei den Spielverlauf kennt, mag man es zunächst gar nicht glauben. Burghausen hat 5 Chancen und macht dabei 4 Tore. Natürlich haben uns die Ausfälle von Paul und Garmatter etwas getroffen, dennoch müssen wir in unserer Chancenverwertung viel konsequenter werden. So blöd es klingt, aber auf Grund der zweiten Hälfte war ein Punkt oder auch mehr durchaus drin. Heute hat es einfach nicht sein sollen!“
SV Wacker Burghausen: Kevin Neudecker, Samuel Stutz, Raphael Kamhuber, Alessandro Marrazzo (48. Dimitri Hopfauf), Jannik Seils, Manuel Rott (40. Ivaylo Bogomilov), Adrian Sulejman, Hafir Kryeziu (40. Tofiq Mahamed), Florian Wiedl, Felix Häckl, Julian Datz (50. Sheriff Oseni) – Trainer: Hubert Heigermoser
Schiedsrichter: Julien Seiler – Zuschauer: 60
Tore: 0:1 Jannik Seils (22.), 0:2 Raphael Kamhuber (44.), 0:3 Felix Häckl (65.), 0:4 Adrian Sulejman (66.)


