Eine gute Nachricht trotz der Niederlage

Eine gute Nachricht trotz der Niederlage

Testspiel: TSV Rain/Lech – FC Gundelfingen 2:1 (0:0)

Gut fünf Monate waren die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen nicht mehr gegen einen Gegner auf dem Platz gestanden – und auch nach der langen, durch die Corona-Pandemie bedingten Pause war längst nicht alles normal. Was schon allein daran liegt, dass in Bayern nach wie vor keine Zuschauer zugelassen sind und die Testläufe offiziell als Trainingsspiele tituliert werden. Und doch gibt es Dinge, die sich nicht groß verändert haben, wie FCG-Trainer Martin Weng nach der 1:2 (0:0)-Niederlage beim Regionalligisten TSV Rain/Lech feststellen konnte.

„Die Defensivarbeit klappt nach wie vor, die Abläufe stimmen. Da haben meine Spieler nicht viel vergessen“, so Weng – und nimmt eine Szene aus, die ihn richtig wurmte: „Der Rainer Siegtreffer war so was von überflüssig, das regt mich richtig auf. Unabhängig davon, ob der Treffer nun abseitsverdächtig war oder nicht, müssen wir den Ball zuvor einfach klären. Da sind wir zu viert nicht konsequent im Zweikampf.“

Dass der Regionalligist am Ende durchaus verdient den Sieg für sich verbuchte, wollte der FCG-Trainer nicht in Abrede stellen. Gerade in der ersten Halbzeit hatten die Rainer deutlich mehr Ballbesitz, Gundelfinger Gegenangriffe waren selten. „Man muss aber halt auch sehen, dass der Gegner zwei Klassen über uns spielt“, relativiert Weng, der eine oder andere Ballverlust nervte ihn dann aber doch. Trotzdem gingen die Grün-Weißen nach torloser erster Halbzeit dann sogar in Führung. Jan-Luca Fink nahm in der 56. Minute genau Maß und schlenzte den Ball sehenswert über TSV-Keeper Luca Peuser ins lange Toreck – 0:1. Die Rainer Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Nach Vorarbeit von Johannes Müller köpfte Marko Cosic zehn Minuten später zum Ausgleich ein, weiter zehn Minuten darauf fiel dann der Siegtreffer durch Maximilian Käser. Was insbesondere Keeper Dominik Dewein und Verteidiger David Anzenhofer zu Protesten anstachelte, sie sahen den Schützen im Abseits.

Apropos Anzenhofer, für den hätte die Partie in Rain schon der vorerst letzte Auftritt im FCG-Trikot sein sollen, der zweite Teil seines Auslandsstudiums in den USA war für August geplant. Doch Corona macht dem 26-Jährigen einen Strich durch die Rechnung, nun bleibt der Hüne bis Jahresende in der Heimat und läuft auch so lange für die Gundelfinger auf. Erst danach geht es für Anzenhofer wieder an die Lynn-Universität in Boca Raton. So lautet zumindest der aktuelle Plan.

 

TSV Rain/Lech – FC Gundelfingen 2:1 (0:0)

TSV Rain: Maiershofer (46. Peuser) – Robinson (46. Knötzinger), Königsdorfer (46. Bobinger), R. Schröder (70. Triebel), Triebel (46. Bär) – J. Müller (70. S. Müller), S. Müller (46. Schittler), Cosic (70. Abou Khalil), Ekin (70. Königsdorfer) – Gracic (70. Robinson), Abou Khalil (46. Käser)
FC Gundelfingen: Dewein – Grötzinger, Brugger (46. Schneider), Kühn (70. Reutter), Reutter (46. Anzenhofer), Weichler (46. Mahler) – Caravetta (46. Noller), Fink, M. Müller (46. Braun) – Öz (70. Caravetta), Schmid (46. Hauf)
Schiedsrichter: Riedel (FC Horgau)
Tore: 0:1 Fink (56.), 1:1 Cosic (67.), 2:1 Käser (77.)
Gelbe Karten: Abou Khalil, Ekin, Knötzinger, Bobinger, S. Müller / Anzenhofer, Dewein, Mahler

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