Starke Leistung der U16 in der BOL Schwaben Süd

Starke Leistung der U16 in der BOL Schwaben Süd

Man wusste nicht so genau wie man die Leistungsfähigkeit der U16 des FC Gundelfingen einzuschätzen hatte. Chefcoach Robert Martin, der vom TSV Langenau kam war ebenso neu wie DFB-A-Lizenz-Inhaberin Anika Höß die zwar bereits vor einigen Jahren erfolgreich in Gundelfingen die U13 trainiert hatte, aber die Spieler aus dem Jahrgang 2006 waren ihr ebenfalls unbekannt.
Nur Co-Trainer Franco Cravotta kannte die Altersstufe 2006 aus seiner Trainertätigkeit aus dem Vorjahr.
Während den ersten Trainingseinheiten konnte man laut dem Trainergespann schnell erkennen, dass innerhalb des Teams ein großes Gefälle bezüglich den technischen Fähigkeiten und dem taktischen Verständnis festzustellen ist.
Auch die konditionellen Voraussetzungen in der Mannschaft waren sehr unterschiedlich.
Viel Wert musste in den Übungseinheiten daher auf die Basics gelegt werden. Passen, Dribblings, Torabschlüsse, Erklären variabler Spielsysteme, verschiedene Pressingvarianten, Dreiecksbildung usw. wurde immer wieder in den zahlreichen Trainingseinheiten intensiv geübt. Ein weiterer Schwerpunkt lag darin, die Kommunikation unter den Spielern zu fördern und zu verbessern.
Woche für Woche hatte sich das Trainerteam gemeinsam verschiedene Schwerpunkte erarbeitet. Nicht alles war gleich in den Spielen umsetzbar. Wichtig war aber, dass die Jugendlichen selbst merkten, warum gewisse Thematiken mehr Gewichtung erhielten als andere. Dies galt es in den Köpfen zu verankern.
In den 6 bis 8 Vorbereitungsspielen gegen zum Teil namhafte Gegner wie FC Stätzling oder FC Ismaning wurden ansprechende Leistungen gezeigt. Laut Anika Höß sehr erfreulich, da die Mannschaft nicht einmal, hauptsächlich durch Urlaub bedingt, in der gleichen Formation antreten konnte. Mehrmals mussten Spieler aus der U17 in der Vorbereitung aushelfen, um ein Team bilden zu können.
Von Spiel zu Spiel war aber deutlich zu erkennen, dass die U16-Kicker bemüht waren die Trainingsinhalte, welche man ihnen Woche für Woche im Training beigebracht hatte, in den Spielen zu zeigen.
Auf Grund einiger coronabedingter Anpassungen im Regelwerk des Bayrischen Fussballverbandes und dem persönlichen Einsatz von Stefan Werner, dem Leiter des BFV Nachwuchsleistungszentrums, war es für den Jahrgang 2006 möglich in der Bezirksoberliga Schwaben Süd die Saison 2021/2022 zu spielen.
Am 18.09.2021 stand das erste Punktspiel auf heimischem Grün an, das dann gegen den TSV Kottern mit 2:3 verloren ging. Eine Woche später konnte die U16 gegen den TSV Krumbach mit einem 2:2 Remis den ersten BOL-Punkt einfahren. Wieder eine Woche später dann der erste Sieg gegen die SG Amendingen/Steinheim am 03.10.2021.
Danach war die U16 nicht mehr zu bremsen, und fuhr 5 Siege am Stück ein, u.a. auch gegen den damals amtierenden Tabellenführer und haushohen Favoriten FC Kempten.
Zum letzten Punktspiel trat der Gegner SG Buchenberg/Wiggensbach nicht an, so dass die 3 Punkte dem Reglement entsprechend den Gundelfingern zugesprochen wurden.
Diese 3 Punkte katapultierten die U16 auf den 1. Tabellenplatz in der inoffiziellen FuPa-Rangliste der Bezirksoberliga Schwaben Süd.
Gestärkt durch diesen Platz in der Tabelle gehen die Mannschaft und das komplette Trainerteam mit viel Zuversicht in die Runde 2021/2022.
Nachdem jedoch einige 2006er-Spieler in der neuen Spielrunde in der Gundelfinger U17 antreten dürfen, wird der eigene Kader doch merkbar dezimiert.
Daher wird nun nach externen Spielern Ausschau gehalten, die BOL-Niveau mitbringen.
Nach den Worten von Anika Höß braucht sich aber auch die künftige U16 (Jahrgang 2006) des FCG nicht zu verstecken. Vorausblickend möchte das Trainerteam die Spieler nun auf die Rückrunde optimal vorbereiten, das heißt vor allem „fit halten“ und die technischen Defizite reduzieren um dann gestärkt und motiviert in die zweite Hälfte der Saison zu starten.