Historie

//U18 Junioren-EM im Schwabenstadion

2017-2000

Text folgt.

//Der Höhenflug und Absturz der Fußballer

2000-1991

 

1991

Die Fußballer stehen im Mittelpunkt, denn unter dem neuen Trainer Walter Kubanczyk werden die Grün-Weißen am 12. Januar in Augsburg zum ersten Mal Schwäbischer Hallenmeister, kommen bei der „Bayerischen“ ins Halbfinale und gewinnen am 15. Mai mit einem 3:1-Sieg gegen den TSV Dasing in Donauwörth den Schwäbischen Pokal. Als Vize-Meister der Landesliga Süd verpasst die 1. Mannschaft nach einer Niederlage im Relegationsspiel gegen die SpVgg Bayreuth (0:3 in Feucht) den ohnehin sensationellen Aufstieg in die Bayernliga. Trotzdem küren die Leser der Donau-Zeitung und der Wertinger Zeitung den FCG zur „Mannschaft des Jahres“. Die „Zweite“ wurde nach einem 6:3-Sieg gegen die SSV Höchstädt Hallen-Kreismeister und die C-Junioren steigen mit 39:1 Punkten in die Bezirksliga auf.

Der Schwäbische Hallenmeister feiert zusammen mit seinen Fans. Für den FCG spielten (unten von links) Peter Ruchti, Stefan Anderl, Günter Gebhardt, Peter Lohner, Josef Göppel (verdeckt), Robert Wagner, Uwe Widemann, Thomas Jahn, Wilfried Mayer und Ralf Wirth.

Am 10. Juli fand im Schwabenstadion die Bayerische Leichtathletik-Meisterschaft der Gehörlosen statt, und auch die Teile der vom TVG organisierten Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften in den turnerischen Übungen finden auf FCG-Gelände statt. Birgit Schiele, die über 400 Meter bei den Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften den dritten und auf süddeutscher Ebene den vierten Rang belegte, wurde zur Landkreis-Sportlerin des Jahres gewählt.

Die Kegelabteilung veranstaltet mit 69 Teilnehmern im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt ein Schnuppertraining, das nicht den gewünschten Erfolg zeigt. Zwei Jahre später stellt die Abteilung den Sportbetrieb ein.

Ralph Ostertag gewinnt bei der Schwäbischen Blitzschach-Meisterschaft den Einzeltitel vor seinem Vereinskameraden Jürgen Hummel

52 Mitglieder der Tennis-Abteilung beteiligen sich an der Sanierung der Plätze.

In der Schwimm-Abteilung wird diskutiert den Trainingsbetrieb einzustellen. Grund ist das Gundelfinger Hallenbad, das wegen Sanierungsbedürftigkeit geschlossen ist.

Die Tanzsportabteilung hat 50 öffentliche Auftritte und wächst weiter.

Am 23./24. November findet der IVV-Wandertag mit 6400 Teilnehmern zum 22. Mal statt.

 

1992

Bei den Neuwahlen wird Viktor Merenda als Vorsitzender bestätigt. Die Ausgaben des Wirtschaftsjahres sind bei 600.000 DM angelangt, im Herbst werden die Stehwälle im Schwabenstadion für 125.000 Mark erneuert.

Die Fußballer erreichen bei der Schwäbischen Hallenmeisterschaft erneut das Finale und verlieren nach „Sudden Death“ mit 2:3 gegen den SVO Gemaringen. Auf dem Rasen verteidigt das Team durch einen 2:0-Sieg gegen den Bayernligisten FC Augsburg seinen Titel als Schwäbischer Pokalsieger und erreicht die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal. Bundesligist FC Bayer 05 Uerdingen gewinnt vor 4500 Zuschauern glücklich mit 1:0. In der Landesliga Süd wird das Team erneut Vize-Meister und scheitert nach der 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Landshut in Aichach zum zweiten Mal in der Relegation am Aufstieg in die Bayernliga. Oliver Stegmayer wurde mit 23 Treffern Landesliga-Torschützenkönig und noch vor seinem Wechsel zu den Amateuren des FC Bayern München zu einem Lehrgang der U19-Nationalmannschaft eingeladen.

Die 2. Mannschaft wird durch ein 5:3 gegen Höchstädt zum zweiten Mal Hallen-Kreismeister und die B-Junioren steigen in die Bezirksliga auf.

Im Schwabenstadion findet das Amateur-Länderpokalspiel zwischen den Fußball-Auswahlteams aus Bayern und Württemberg (1:2) statt.

Birgit Schiele, Bayerische Hallenmeisterin über 800 Meter, kehrt vom MTV Ingolstadt zum FCG zurück. Mit Stancius Antanas, Nationaltrainer der litauischen Langstreckler und ehemaliges Mitglied des UdSSR-Nationalteams, ist ein weiterer prominenter Neuzugang.

Langwierige Verhandlungen mit Naturschutz, Wasserwirtschafts- und Landratsamt waren notwendig, bis die Segelabteilung auf den Wager-See bei Holzheim voraussichtlich als neues Revier benutzen darf.

Helmut Rohmer übernimmt den Vorsitz der Ski-Abteilung.

Obwohl die Schwimm-Abteilung nach wie vor in Lauingen trainiert, kann sie Erfolge vorweisen. Stefan Reisgies holt den Schwäbischen Seniorentitel, sechs schwäbische Jahrgangstitel gewinnt die Spitzenschwimmerin Anja Ritter.

 

1993

Die Sanierung der Stehwälle im Schwabenstadion konnte ebenso wie die Errichtung der Flutlichtanlage ums Nebenspielfeld (100.000 DM) abgeschlossen werden. Der Haushalt hatte einen Umfang von 753.436 DM erreicht. Paul Zeisberger tritt als Schatzmeister zurück und Edelbert Reile übernimmt kommissarisch die Finanzgeschäfte. Die Mitgliederzahl ist auf 1680 gestiegen und der Jahresbeitrag wurde auf 72 Mark erhöht.

Aufstieg in die Fußball-Bayernliga: hinten (von links) Abteilungsleiter Hans Anderl mit Enkel Benedikt, Uwe Danner, stv. Abteilungsleiter Reiner Rupp, Betreuer Josef Gierl, Wolfgang Miller, Peter Schmid, Timo Österle, Masseur Josef Röhrle, Rainer Junghanns, Thomas Jahn, Oliver Stegmayer, Anton Schnelle, Stefan Anderl, Peter Lohner, Michael Kalkbrenner, stv. Abteilungsleiter Franz Wenger, Kassier Walter Heinisch, (vorne) Wolfgang Mayer, Peter Gierl, Günter Gebhardt, TW-Trainer Walter Fuchsluger, Wolfgang Sinnl, fünf Lutzinger Cheerleder und Ulrike Wenger

Grenzenloser Jubel über den Aufstieg in die Fußball-Bayernliga mit ( links) Torjäger Thomas Jahn und ( rechts) Spielmacher Stefan Anderl, der den entscheidenden Elfmeter beim 3:2-Sieg gegen den TSV Eching in Aindling verwandelte. Damit hatte sich der FCG erstmals für das bayerische Oberhaus qualifiziert.

Der Höhepunkt ist der Bayernliga-Aufstieg der Fußballer. Als Vize-Meister der Landesliga Süd musste das Team zum dritten Mal in Folge in die Relegation, gewinnt dabei in Ansbach gegen den BSC Erlangen mit 2:1 und anschließend in Aindling mit 3:2 nach Elfmeterschießen gegen den TSV Eching.

Meister der Kreisliga Nord und Aufsteiger in die Bezirksliga Nord 1992/93: der FCG II (hinten von links): Betreuer Wolfgang Mayer, Rolf Ruck, Michael Gartner, Armin Resselberger, Oliver Wagenhuber, Peter Ruchti, Wolfgang Tausend, Peter Schmid, Spielertrainer Franz Stark, Spielleiter Gerhard Weng sowie (vorne) Johannes Waldenmaier, Hans Gallenmüller, Holger Weiß, Mark Menking, Günter Gebhardt, Robert Wagner, Rainer Wiedemann, Dag Duderstadt

Die 2. Mannschaft steigt als Meister der Kreisliga Nord in die Bezirksliga auf, die B-Jugend gewinnt mit Trainer Peter Kruppa den Titel in der Bezirksliga und steigt erstmals in die Bayernliga Süd auf. Der Aufbau eines Mädchenteams scheitert am mangelnden Interesse.

Meister der B-Junioren Bezirksliga Schwaben 1992/9 (hinten von links) Trainer Peter Kruppa, Betreuer Peter Köllner, Karl Pöhlmann, Thomas Hopf, Gerd Granzer, Mariusz Wysocki, Harald Kircher, Wolfgang Schütz, Frank Wagner, Sreten Prodanovic sowie (vorne) Co-Trainer Walter Brugger, Christian Schieferle, Bernd Lipp, Wolfgang Fink, Sven Buser, René Greulich, Torsten Kitzinger, Dominik Köllner. Es fehlen Murat Kaymaz und Felix Binder.

Zum 30. Mal findet der Nordschwabenlauf mit 319 Teilnehmern in Gundelfingen statt. Über 10 Kilometer gewinnt Antanas Stancius. Bei den nord- und mittelschwäbischen Meisterschaften im Schwabenstadion holen sich am 18. Juli Stephan Eberle (400 und 800 Meter), Wolfang Kraus (300 Meter und 300 Meter Hürden der Jugend) und Andrea Walper (300 Meter und 300 Meter Hürden der weiblichen Jugend) die Titel.

Mit Anja und Georg Ritter verlassen die letzten beiden Sportschimmer den FCG.

Tischtennis-Abteilungsleiter Walter Brucker, der seit 1973 die Abteilung führt und 1948 mit dem Sport begonnen hatte

20-jähriges Jubiläum feiert Tischtennis-Abteilungsleiter Walter Brucker, der außerdem seit 45 Jahren aktiv spielt.

Zu den 25. IVV-Wanderagen am 20./21. November kommen 5000 Teilnehmer.

Volleyballer im ersten Jahr mit (hinten von links) Stefan Hitzler, Jürgen Hetzer, Roman Zähnle, Trainer Thomas Richter, Gerhard Stricker, Michael Joas, (knieend) Stefan Reisgies, Jürgen Wetzstein, Andreas Gerstmayr, Wolfgang Baur.

Bei der Delegiertenversammlung am 15. Juli wurde die Bildung einer Volleyball-Abteilung als Sportgemeinschaft mit dem TVG beschlossen. Auf Anhieb wird die neue Mannschaft Vize-Meister der Kreisklasse Donau und steigt in die Kreisliga auf.

 

1994

Von den Delegierten wird am 22. April ein Haushaltsvolumen von 645.000 DM genehmigt. 1607 Mitglieder, darunter 30 Prozent Jugendliche, gehören dem Verein an. Wieder mussten umfangreiche Sanierungsarbeiten und Neuinvestitionen an den Sportstätten vorgenommen werden.

Die Fußballer schaffen den Klassenerhalt in der Bayernliga, doch nach Differenzen mit dem neuen Trainer Walter Modick tritt Hans Anderl nach 23 Jahren als Abteilungsleiter zurück und wechselt wenig später zum FC Lauingen. Die B-Junioren mussten nach einer Saison aus der Bayernliga Süd absteigen.

Aufstiegsteam der Eisschützen in die Oberliga (von links): Dieter Constroffer, Franz Fischer, Bruno Kränzle, Wolfgang Stricker, Rainer Hehl

Die Eisstockschützen schafften den Aufstieg in die Oberliga.

Die Segelabteilung verlagert die ersten Stegteile vom Schurr-See ins neue Revier am Wager-See. Die Fundamentplatte für die Schutzhütte ist ebenfalls schon fertiggestellt worden.

Die Schachteilung feiert mit der Nordschwabenliga-Meisterschaft den Aufstieg in die Schwabenliga II. Bei der Schwäbischen Meisterschaft gewinnt Ralph Ostertag den Titel bei der A-Jugend.

Nach ausgiebigen Regenfällen und dem gestiegenen Grundwasserspiegel stehen die Tennisplätze unter Wasser und können drei Wochen nicht bespielt werden.

 

1995

In der Delegiertenversammlung am 26. April wird Viktor Merenda als Vorsitzender bestätigt. Der Haushalt hatte einen Umfang von 735.984,66 DM und die Delegierten stimmen dem Kauf der Tennishalle beim Schwabenstadion zu. Am 26. Oktober besiegeln Viktor Merenda und sein Stellvertreter Dieter Lang mit ihren Unterschriften den Kaufvertrag über 800.000 DM. Die Bilanzsumme ist damit auf 2.178.387,82 DM angestiegen, die Eigenkapitalquote des Vereins lag aber immer noch bei 60 Prozent. Ohne finanzielle Unterstützung durch Stadt, Kreis und Bezirk wäre der Kauf der Sportanlage aber nicht möglich gewesen.

In der Stadiongaststätte waren umfangreiche Sanierungsarbeiten und Neuinvestitionen in Höhe von 150.000 DM notwendig.

Die Fußball-Abteilung bestätigte den kommissarischen Abteilungsleiter Reiner Rupp, die 1. Mannschaft sichert sich auch im dritten Jahr den Klassenerhalt in der Bayernliga und die A-Junioren schafften mit Trainer Peter Kruppa den erwarteten Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Die Stockschützen feiern das 40-jährige Bestehen ihrer Abteilung.

Leichtathletin Andrea Walper bei der schwäbischen Meisterschaft

Andrea Walper läuft schwäbische Rekorde, steht auf Rang zwei der bayerischen und Rang sechs der deutschen Bestenliste und wird bei der Deutschen Jugendmeisterschaft Zehnte.

4x400m-Staffel des FCG, schwäbischer Vize-Meister mit (von links) Landolfo, Eberle, Kraus und Müller

Die 4×400-Meter-Staffel mit Kraus, Eberle, Müller und Landolfo steht auf Platz eins der schwäbischen und auf Platz drei der bayerischen Bestenliste und wird zur „Landkreis-Mannschaft des Jahres“ gewählt.

Die in die Bezirksklasse aufgestiegenen Volleyballer müssen sofort wieder absteigen.

 

1996

Nach den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den vorangegangenen Jahren ging es 1996 vorwiegend darum, die Anlagen zu unterhalten und Reparaturarbeiten zu erledigen. Vor allem die neu gekaufte Tennis- und Squash-Anlage forderten viel Einsatz.

Der Mitgliederrückgang konnte gestoppt werden, ein leichter Zuwachs um elf auf nunmehr 1546 Mitglieder war das positive Ergebnis. Erfreulicherweise beträgt der Jugendanteil weiterhin 30 Prozent. Die Bilanzsumme des Vereins ist auf 1.945.618 DM angewachsen, was der eines mittelständischen Betriebes entspricht.

Sportliche Höhepunkte waren der achte Platz der Bayernliga-Fußballer, die damit das beste Ergebnis in der Oberliga feierten, sowie das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten TSV 1860 München vor 5000 Zuschauern im Schwabenstadion (1:2). Bayernliga-Torschützenkönig Mario Söhner traf für den FCG, der aber auch die schwere Verletzung von Spielertrainer Wilfried Mayer zu verkraften hatte. Nach dem Kreuzbandriss war Mayers Karriere beendet, es folgten erst Andreas Mayer und dann Ex-Profi Rolf Baumann als Trainer.

Der FCG II musste aus der Bezirksliga Nord absteigen, obwohl nach der Trennung von Trainer Leo Bunk (ehemaliger Zweitliga-Torschützenkönig) Franz Stark mit dem Team beinahe noch die Trendwende geschafft hätte.

Leichtathletin Andrea Walper belegte bei der Deutschen Meisterschaft den vierten Rang über 200 Meter der weiblichen Jugend A und wurde in der Halle über die gleiche Distanz Zehnte. Dazu kommen drei bayerische Titel für Walper über 100 sowie 200 Meter bzw. 400 Meter Hürden. Das Aushängeschild der Abteilung wurde in die deutsche Juniorenauswahl für den Länderkampf Deutschland – Russland nominiert, außerdem gehörte sie zusammen mit 400-Meter-Spezialist Wolfgang Kraus der Bayernauswahl im Wettbewerb um den süddeutschen Juniorencup an.

Die Volleyball-Männer schaffen nach dem Abstieg die sofortige Rückkehr in die Bezirksklasse, außerdem wurde ein Damen-Team gegründet.

 

1997

Bei der Delegiertenversammlung am 24. April wurde Vorsitzender Viktor Merenda zum vierten Mal in seinem Amt bestätigt. Nach Theo Flemisch ist Merenda damit nach Amtsjahren bereits auf den zweiten Platz vorgerückt. Neu im Vorstand sind Werner Stenke (2. Vorsitzender) und Wolfgang Stricker (Technik, Gebäude, Anlagen).

Die Mitgliederzahl ist auf 1554 gestiegen, der ordentliche Haushalt hat einen Umfang von 728.000 DM, die Verbindlichkeiten belaufen sich nach dem Kauf der Tennishalle auf 650.750 DM.

Nach vier Jahren müssen die Fußballer aus der Bayernliga absteigen. Dies war gleichzeitig der erste Abstieg der 1. Mannschaft seit Kriegsende 1945. Auch der Trainerwechsel von Rolf Baumann zu Harry Franke konnte daran nichts mehr ändern. Nach einem großen personellen Aderlass befindet sich das Team zum Jahresende auch in der Landesliga Süd im Abstiegskampf und vermeldet mit Ralf Wirth erneut einen neuen Coach.

Die zur deutschen Spitzenklasse zählende Sprinterin Andrea Walper verlässt den Verein und schließt sich der LG Staufen an.

Die Segler freuen sich über die Fertigstellung des Reviers am Wagersee und damit ein Ansteigen der Mitgliederzahl. In die höchste Klasse Schwabens konnten die Tennis-Knaben aufsteigen, die Tennis-Senioren schafften ungeschlagen den Sprung in die Bezirksklasse 2.

Während die Volleyballer wieder aus der Bezirksklasse absteigen mussten, holte das neue Damen-Team gleich im ersten Jahr ungeschlagen den Meistertitel.

 

1998

Die seit 1943 verschwundene Vereinsstandarte tauchte wieder auf, als der Abteilungsleiter Wandern, Werner Flemisch, sie bei Aufräumarbeiten in seinem Elternhaus wiederentdeckt und an den Ehrenvorsitzenden Edelbert Reile übergibt. Die aufwändige Restaurierung kostet 3172 DM, doch damit ist die 1930 vom Fabrikanten Xaver Schwarz gestiftete Standarte wieder voll hergestellt.

Die Mitgliederzahl ist auf 1535 gesunken, der Beitrag muss – um weiter Zuschüsse vom BLSV erhalten zu können – von 72 auf 96 DM für Erwachsene angehoben werden. Insgesamt umfasst der ordentliche Haushalt 638.144 DM.

Zum zweiten Mal in Folge müssen die Fußballer absteigen und spielen ab August erstmals in der Bezirksoberliga Schwaben. Mit dem als Spielertrainer zurückgekehrten Stefan Anderl setzen sich die Grün-Weißen allerdings gleich in der Spitzengruppe fest und spielen überraschend um den Landesliga-Aufstieg mit.

Die Leichtathletik-Abteilung schlägt am 19. September ein neues Kapitel auf. Nachdem der Nordschwaben-Lauf mit 300 Teilnehmern bereits zum 35. Mal ausgetragen wurde, treffen sich diesmal auch 130 Teilnehmerinnen zum 1. Frauenlauf. Mit Olga Bondarenko nimmt sogar eine Olympiasiegerin von 1988 teil. Mit Wolfgang Kraus verlor die Abteilung auch ihren zweiten Topathleten an die LG Staufen.

In die Bezirksklasse 1 steigen die Tennis-Senioren auf.

Jubiläen feiern die Abteilungen Ski (20 Jahre als Gemeinschaftsabteilung mit dem TV, die Inline-Skater werden in dieser Abteilung integriert) und Wandern, die ebenfalls zwei Jahrzehnte besteht und zum 30. Mal die IVV-Veranstaltung in Gundelfingen durchführt.

 

1999

Zwei Naturkatastrophen führten zu erheblichen finanziellen Belastungen. Es begann mit dem Jahrhundert-Hochwasser an Pfingsten, als Stadion, Tennisplätze und die ganzen Hochbauten unter Wasser standen. Durch unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren Gundelfingen und Echenbrunn, der Werksfeuerwehr der Firma Gartner, dem Arbeiter-Samariter-Bund und einiger Vereinsmitglieder unter Leitung von Hans Anderl, Werner Stenke, Walter Lohner und Hannes Bettinger konnten noch größere Schäden vermieden werden. Insgesamt betrug der Sachschaden 150.000 DM, wobei die Stadt Gundelfingen und der Landkreis sofort jeweils 25.000 DM Hilfe bewilligten. Vom BLSV wurden nach einer längeren Prozedur weitere 47.000 DM dank der Hilfe des Kreisvorsitzenden Alfons Strasser übernommen.

Am 2. Weihnachtsfeiertag fegte dann der Orkan „Lothar“ über die Region und ließ zahlreiche Bäume wie Streichhölzer abknicken. Die Kunststoffbahn und die Brüstung im Stadion wurden zum Teil erheblich beschädigt.

Die Beitragserhöhung führte zu einem weiteren Mitgliederrückgang auf 1521 Personen. Einen Umfang von 659.125 DM hat der ordentliche Haushalt, die langfristigen Vereinsverbindlichkeiten betragen 497.250 DM.

Bezirksoberliga-Vizemeister 1999/2000 und Aufsteiger in die Landesliga Süd: (hinten von links) Betreuer Rade Opacic, Spielertrainer Stefan Anderl, Ralf Wirth, Stefan Ahrens, Thomas Jahn, Eduard Waldmann, Thomas Mödinger, Andreas Binder, Anton Schnelle, Michael Unger, Wolfgang Miller, Christian Gold, Betreuer Josef Gierl, Masseur Eric Johannsen, Abteilungsleiter Hans Anderl sowie (vorne) Betreuer Wolfgang Mayer, Wolfgang Fink, Roland Fischer, Joachim Dewein, Uwe Raßbichler, Manuel Mößle, Sandro Santamaria, Johannes Weigl, Torwarttrainer Reinhold Götz, Markus Riesenegger

Erfreulich war der überraschende Wiederaufstieg der Fußballer in die Landesliga Süd. Der zweite Platz hinter dem FC Pipinsried reichte für die direkte Qualifikation, wobei der entscheidende Punkt am letzten Spieltag in einer von übertriebener Härte geprägten Partie beim FC Königsbrunn mit dem 2:2 unter Dach und Fach gebracht wurde. In der Landesliga spielten die Grün-Weißen sofort eine gute Rolle und lagen nach 18 Spieltagen sogar an der Tabellenspitze.

Die Eissport-Abteilung feierte neben dem Meisterschaft der 1. Moarschaft auf Eis in der Oberliga Süd zwei weitere Titel auf Asphalt. Die 2. Moarschaft stieg dabei in die Bezirksoberliga auf, die 3. Moarschaft qualifizierte sich für die A-Klasse.

Großer Beliebtheit erfreut sich die Showtanz-Gruppe der Gymnstik-Abteilung, die Pepper-Girls, die neben den Rock´n-Roller der Tanzsportabteilung, den Lolli-Pops, zu den Aushängeschildern des Vereins zählen.

Im Aufwind befindet sich wieder die Schwimm-Abteilung. Erfreulich ist der Anteil von 80 Prozent Jugendlicher an der Mitgliederzahl, Stefan Reisgies belegt bei den Senioren-Europameisterschaften die Ränge 2, 3 und 4.

 

//Ära der Vereinsväter geht zu Ende

1990-1981

 

1981

Ehrenvorsitzender Theo Flemisch wird von der Stadt Gundelfingen mit der Goldenen, Dieter Lang mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Vom 13. bis 21. Juni feiert der Verein sein 60-jähriges Jubiläum mit einem Festabend, Ehrungen in der Mehrzweckhalle und den Fußballgästen aus Beek.

Am 11. Juli finden im Schwabenstadion die Schulkreismeisterschaften statt.


1982

Die Mitgliederversammlung am 22. Januar stimmt einer Beitragserhöhung auf 48 DM pro Jahr zu.

Im Frühjahr erhält die Kegel-Abteilung mit Rolf Ebner eine neue Leitung und entfaltet neue Aktivitäten.Am 4. Februar übernimmt Edelbert Reile jun. den Vereinsvorsitz und tritt als Tennis-Abteilungsleiter zurück, um damit die Neutralität gegenüber allen Abteilungen zu dokumentieren.


1983

Am 4. Februar übernimmt Edelbert Reile jun. den Vereinsvorsitz und tritt als Tennis-Abteilungsleiter zurück, um damit die Neutralität gegenüber allen Abteilungen zu dokumentieren.

Dieter Lang übernimmt die Leitung der Tennis-Abteilung.

Dr. Fritz Gartner wird für seine Verdienste um den Verein in schwieriger Zeit mit der Silbernen Verdienstnadel geehrt. Unter seiner Ära konnte die Stadt erstmals zu einem Unterhaltszuschuss für die Vereinssportanlagen bewegt werden.

Die neue Vorstandschaft erstellt eine Bestandsaufnahme über die Restarbeiten an den vorhandenen und den Bau weiterer Anlagen.

Die Aerobic-Welle erfasst auch den FC. Am 17. März ist die erste Gruppe aktiv.

Am 24. Juni stellt Horst Matzke den Schurr-See als zukünftiges Segelrevier vor.

Ehrenvorsitzender Hermann Gartner feiert seinen 80. Geburtstag und wird in einer Feierstunde in der Stadiongaststätte als „Vater des Vereins“ geehrt.

Nach der Feier zum 80. Geburtstags des Ehrenvorsitzenden Hermann Gartner in der Stadiongaststätte (von links): Ehrenvorsitzender Theo Flemisch, Vorsitzender Edelbert Reile, Landrat Dr. Schweiger, Ehrenvorsitzender Hermann Gartner und Bürgermeister Peter Schweizer

Nach seiner Laudatio überreichte Vorsitzender Edelbert Reile dem einzigen noch lebenden Gründungsmitglied Hermann Gartner eine Dokumentation über die Stationen des Ehrenmitglieds und Mäzens im FC 1920 Gundelfingen.

Am 12. Oktober stimmt der Vereinsausschuss einer Beitragserhöhung auf 60 DM pro Jahr zu.


1984

Am 11. Januar legt die Vorstandschaft einen mittelfristigen Investitionsplan über eine Tennishalle, Eisstockschießplatz, Rasenberegnungsanlagen und die Gestaltung des Stadionvorplatzes vor.

Der Verein bittet die Stadt um baldmöglichste Entscheidung über den geplanten Sporthallenbau. Am 3. Februar kann die restlose Fertigstellung und Inbetriebnahme der Umkleide- und Duschräume im Mitteltrakt gemeldet werden. Weiterhin werden die Heizungsanlage modernisiert und die Kegelbahnen mit Kunststoffbelag versehen. Die Mitgliederversammlung stimmt der Beitragserhöhung auf 60 DM pro Jahr zu.

Toni Plappert wird für seine Verdienste um die Schach-Abteilung mit der BLSV-Verdienstnadel in Silber mit Gold, Horst Matzke (Segeln), Helmut Rohmer (Bau), und Hans Anderl (Fußball) werden für ihre jahrelange Tätigkeit im Verein mit der BLSV-Verdienstnadel in Silber belohnt.

Am 13. März erklärt Landrat Dr. Dietrich in einer CSU-Wahlveranstaltung die Bereitschaft des Kreises eine Sporthalle in Gundelfingen zu bezuschussen.

Am 28. März beschließt der Vereinsausschuss einstimmig, die Reihenfolge der Investitionen erst nach der Hallenentscheidung der Stadt zu treffen. Dazu schlägt der Verein ein Gespräch zwischen Stadt, Kreis und FCG vor.

Die Segelabteilung weiht am 30. Juni ihr neues Segelrevier am Schurr-See ein.

Nachdem die Firma Albau (Burgau) den Bau einer Tennishalle beim Schwabenstadion in Angriff nehmen wird, wird von BLSV-Präsident Dr. Fritz die Umstellung unseres laufenden BLSV-Zuschussantrages – anstelle der Tennishalle eine Teilbezuschussung der Sporthalle und Umbau der Leichtathletikanlage – am 4. Juli genehmigt.

Im Juli kommt die rumänische Spitzenmannschaft Dinamo Bukarest ins Trainingslager nach Gundelfingen; im August weilt ein japanisches Jugendfußballteam in der Gärtnerstadt.

Am 7. September besichtigt Schwabens Regierungspräsident Dr. Dörr mit Landrat Dr. Dietrich sowie den drei Gundelfinger BM Schweizer, Leo und Winkler die FC-Sportanlagen und informiert sich über die geplanten Baumaßnahmen.

Am 12. September erläutern BM Schweizer und Architekt Büschl einen Rohplan für das „Paket“ Sporthalle, Tennishalle und Diskothek.

Am 18. September stimmt der Vereinsausschuss dem neuen FC-Investitionsprogramm einschließlich der Sporthallenbauträgerschaft unter bestimmten Voraussetzungen zu.

Auch die außerordentliche Mitgliederversammlung am 2. Oktober, einziger Tagesordnungspunkt ist die Abstimmung über die geplanten Investitionen, hat nichts dagegen einzuwenden.

Den endgültigen Durchbruch für eine Sonderbezuschussung der Sporthalle durch den Kreis bringt ein bis in die frühen Morgenstunden dauerndes Gespräch am 12. Oktober zwischen den Spitzen des Kreises, der Stadt und des FCG.

Die CSU-Kreistagsfraktion informiert sich bei einer Sitzung am 25. Oktober in der Stadiongaststätte über die geplanten Investitionen. Der von der Stadt ins Leben gerufene „Sporthallen-Ausschuss“ nimmt am 7. November seine Tätigkeit auf.

Am 23. November übernimmt der Landkreis die Bauträgerschaft der Sporthalle.

Edelbert Reile wird Ehrenvorsitzender der Tennisabteilung.


1985

Am 24. März finden die Schwäbischen Waldlauf-Meisterschaften in Gundelfingen statt.

Der Kreisausschuss überzeugt sich am 16. September über den Baufortschritt der Kreissporthalle.

Am 15. November findet in der Stadiongaststätte das Richtfest der Kreissporthalle statt; am Abend tagt der BLSV-Kreistag in unseren Räumen.

Nach kaum einjähriger Bauzeit wird die Tennishalle in Betrieb genommen.

Die Tischtennis-Abteilung mit Abteilungsleiter Walter Brucker beim 50-jährigen Jubiläum

Die Tischtennis-Abteilung, zweitälteste Sparte im FCG, feiert ihr 50-jähriges Jubiläum.


1986

TV und FC vereinbaren am 10. Januar Kooperation im Tennissport. Am 19. Februar schlägt der TV weitere Gespräche für Ausbau der Zusammenarbeit vor.

Die Mitgliederversammlung am 7. März stimmt dem endgültigen Investitionsplan für die Leichtathletikanlage, Asphaltplatz, Spielfeldberegnungsanlagen und, anstelle der Sporthalle, der Erweiterung der Tennisanlage mit einem Gesamtaufwand von 681.126 DM zu.

BLSV-Präsident Dr. Fritz genehmigt die erneute Umstellung unseres Zuschussantrages, wie er in der Mitgliederversammlung beschlossen worden ist. Da für eine Vital-Sportgruppe nur wenig Interesse besteht, wird auf eine Abteilungsgründung vorerst verzichtet.

Der geplante Umbau der FC-Leichtathletikanlagen bringt auch im Kreis neue Impulse. Am 4. Juni treffen sich in Lauingen OB Weigl, BM Barfuß, BM Schweizer, Regierungsrat Schmid in Vertretung des Landrates und die Spitzen des FCG, TV Dillingen und TV Lauingen zu einem Gespräch über die Gründung einer LG, die dann am 25. Juli in Gundelfingen als „LG Donau-Brenz“ gegründet wird. Die Fußballer fahren im September in die DDR zur BSG Traktor Groß-Lindow, einem ehemaligen Zweitligisten.

Die langersehnte Sporthalle beim Schwabenstadion, die Kreissporthalle, kann ab 16. September von Sportlern aus dem Landkreis genutzt werden.

Der TV erklärt am 15. Oktober, dass derzeit eine Fusion mit dem FC nicht gewünscht wird.

Der Deutsche Volkslauf-Verband, Bezirk Bayern-Schwaben, tagt am 31. Oktober in der Stadiongaststätte.

Die Kreissporthalle wird am 22. November mit einem Sportabend offiziell eingeweiht.


1987

Die Kreissporthalle besteht am 6. Januar mit der Vorrunde zur Schwäbischen Hallenfußball-Meisterschaft ihre Bewährungsprobe.

Am 20. März findet im Schwabenstadion die Vereidigung und das Gelöbnis Dillinger Fernmelderekruten statt.

Der Vereinsausschuss beauftragt am 22. Juli den Vorstand mit der Ausarbeitung einer neuen Satzung mit Einführung einer Delegierten- anstatt der Mitgliederversammlung.

Der neue Asphaltplatz der Eisstockschützen wird mit einem Turnier eingeweiht

Der neu gebaute Asphaltplatz wird am 29. August mit einem Eisstockschieß-Turnier eingeweiht.

Im September kommen die DDR-Sportler aus Groß-Lindow zum Gegenbesuch nach Gundelfingen.

Am 7. Oktober beschließt der Vorstand, die Stadt um mehr Unterstützung bei den Unterhaltskosten für die Sportanlagen zu bitten und lädt Bürgermeister und Stadtrat zu einem Gespräch ein.

Die Gymnastikabteilung feiert mit einem sehenswerten Sportnachmittag in der Mehrzweckhalle und einem Festabend in der Stadiongaststätte am 17. Oktober ihr 20-jähriges Jubiläum.

Der Vereinsausschuss genehmigt den neuen Satzungsentwurf zur Weiterleitung und Beschlussfassung in der kommenden Mitgliederversammlung.

Das Rechnungswesen wird seit diesem Jahr mit einer vereinseigenen Computeranlage abgewickelt. Die Tennisabteilung nimmt die Plätze 7 und 8 in Betrieb.


1988

Die Leichtathleten des Kreises Nordschwaben tagen am 16. Januar in der Stadiongaststätte.

Am 25. Februar kommen BM Schweizer und der Stadtrat zu einer von beiden Seiten offen geführten und vom Verein angeregten Aussprache in die Stadiongaststätte.

In der Mitgliederversammlung am 26. Februar wird die neue Satzung und die Einführung einer Delegiertenversammlung beschlossen. Der Gründung einer Tanzsport-Abteilung wird zugestimmt. Der Vorstand berichtet von einem Investitionsvolumen in Höhe von 825.307 DM in den vorausgegangenen drei Jahren.

Horst Matzke, dienstältester FC-Abteilungsleiter und seit fast 25 Jahren Leiter der Segelabteilung, wird mit der Segler-Verdienstnadel mit Silberlorbeer, Hans Anderl, seit 1971 Fußballabteilungsleiter, mit dem BFV-Ehrenzeichen in Silber, und beide mit der FC-Verdienstplakette in Silber ausgezeichnet.

Ehrenvorsitzender Theo Flemisch verstirbt am 15.4.1988 nach einem Unfall

Am 15. April kam einer der verdienstvollsten Männer des FC, Ehrenvorsitzender Theo Flemisch, durch einen tragischen Unglücksfall ums Leben. Eine Würdigung seiner Verdienste um den Verein erfolgte beim Begräbnis in seinem Heimatort Echenbrunn. Flemisch war seit 1924 Miglied des FCG und von 1935 bis 1977 Motor und Mittelpunkt des Klubs. Als Fußballer, Tischtennisspieler, Wanderer, Funktionär – als Vereinsvorsitzender weist er von 1957 bis 1977 die längste Amtszeit an der Spitze auf – vertrat er die grün-weißen Farben erfolgreich. Mit viel Tatkraft und Geschickt hat er den FC 1920 Gundelfingen zu einem modernen Großverein gestaltet. Auch mit dem Bau der Sportanlagen hat sich Theo Flemisch über den Verein hinaus bleibende Verdienste erworben. Höchste Auszeichnungen durch den FCG, BLSV, BFV, BTV und Stadt unterstreichen seinen außergewöhnlichen Einsatz für den Sport. Als langjähriger FUW-Stadtrat und Sportreferent der Stadt Gundelfingen setzte er Meilensteine in der Sportgeschichte unserer Stadt. Sein Wirken für den FCG bleibt in unserer Sportgemeinschaft auch nach seinem Tode unvergessen.

Die 2. Fußball-Mannschaft wird Meister der B-Klasse Donau und steigt in die A-Klasse Nord auf.

Die Eisstockschützen schaffen den Wiederaufstieg in die Oberliga.

Der polnische Fußball-Erstligist Wislau Krakau absolviert in Gundelfingen ein Trainingslager und verliert ein Testspiel gegen den FCG mit 1:2.

FC-Vorsitzender Edelbert Reile ist im Juni als Delegierter beim BLSV-Verbandstag in der Meistersingerhalle in Nürnberg.

Am 18. September wird die umgebaute Leichtathletik-Kampfbahn mit den Nordschwäbischen Meisterschaften eingeweiht. Mit Schreiben vom 9. November teilt BM Schweizer dem Verein mit, dass der Stadtrat am 25. Oktober für fünf Jahre eine Zuschussregelung für die Unterhaltskosten beschlossen hat.

Die Tischtennis-Mannschaft wird Meister der Schwabenliga III und steigt in die Schwabenliga II auf.

Vom 9. bis 11. September werden die Süddeutschen Tennislehrer-Meisterschaften mit über 100 Teilnehmern in Gundelfingen ausgetragen.

Friedel Niederwieser verlässt Gundelfingen und legt den Vorsitz der Gymnastik-Abteilung nieder.


1989

Zum zweiten Mal wird am 6. Januar die Vorrunde zur Schwäbischen Hallenfußball-Meisterschaft in der Kreissporthalle ausgetragen.

In der 1. Delegiertenversammlung am 21. April berichtet der Vorsitzende u.a., dass der Verein mit 1504 Mitgliedern nun zu den Großvereinen in Bayern zählt. Viktor Merenda übernimmt den Vereinsvorsitz. Edelbert Reile wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Inge Baumgärtner wird als Abteilungsleiterin Nachfolgerin von Friedel Niederwieser.

Am 21. Mai kann die erweiterte Tennisanlage mit nunmehr 8 Plätzen und neuem Clubhaus eingeweiht werden. Mit der Gründung der Tanzsport-Abteilung am 14. Juli, Abteilungsleiterin ist Margit Hopf, hat der Verein nun 14 Abteilungen.

Die Tanzsportler schließen sich als 14. Abteilung dem FCG an

Im Herbst ist Gundelfingen Austragungsort der Nordschwäbischen Tennismeisterschaften.

Die Segel-Abteilung feiert mit einem Festabend am 4. November ihr 25-jähriges Jubiläum.


1990

Einen tollen Start hatte das jüngste „Kind“ des Clubs, die Tanzsport-Abteilung, mit der BEACH-PARTY am 25. August vor 1200 Besuchern am Gartnersee. Sie meldet ein „reges Auftrittsleben“ in diesem Jahr. Die Mitgliederzahl hat sich innerhalb eines Jahres auf 50 erhöht und die Übungsabende erfreuen sich reger Teilnahme.

Große Erfolge meldet auch die Tennis-Abteilung, denn Dieter Lang wurde in Donauwörth Schwäbischer Meister der Senioren und das 1. Team wurde mit 16:0 Punkten Meister der Bezirksliga 2 und steigt in die Bezirksliga 1 auf. Auch bei den Kreismeisterschaften gab es wieder einige Titel.

Aufstieg der 2. Fußball-Mannschaft als Meister der B-Klasse Donau in die A-Klasse Nord, von links (stehend) Abteilungsleiter Hans Anderl, Trainer Peter Kruppa, Mario Fritz, Gerhard Pietsch, Ralf Wirth, Armin Resselberger, Hans Gallenmüller, Rolf Ruck, Reiner Hander, Franz Stark, Hans Schamberger, Spielleiter Wolfgang Weckend, stv. Abteilungsleiter Franz Wenger, Betreuer Wolfgang Mayer (sitzend), Hans Ott, Gerhard Weng, Wolfgang Tausend, Josef Steidle, Martin Glade, Günter Sing, Robert Wagner und Michael Gartner

Die 2. Fußballmannschaft schaffte mit einer Siegesserie von 24:0 Punkten den sofortigen Wiederaufstieg in die A-Klasse Nord. Auch die Fußball-A-Junioren werden mit sechs Punkten Vorsprung Meister der Kreisliga Nord und kehren in die Bezirksliga zurück.

Hermann Gartner verstarb am 18. Dezember 1990.

Am 18. Dezember verstarb im Alter von 87 Jahren, nach mehr als 70-jähriger Vereinszugehörigkeit, das Gründungs-, Ehrenmitglied und zugleich Ehrenvorsitzender, Hermann Gartner. Er prägte durch seine Funktionärstätigkeit im Verein und seine großzügige Unterstützung bei der Erstellung der FCG-Sportanlage das Erscheinungsbild des heute zu den Großvereinen in Bayern zählenden FC 1920 Gundelfingen. Als Fußballer der ersten Stunde im FC, fungierte er zunächst als Spielführer, um bereits mit 21 Jahren den Vereinsvorsitz zu übernehmen. Von dieser Zeit an war der Verstorbene der große Anker des Klubs, der allen Stürmen der Zeit trotzte. Auf seine Tatkraft, Unterstützung und seinen Rat war auch in schwierigen Zeiten immer Verlass. Er trug insbesondere in der Gründerzeit und nach dem 2. Weltkrieg zur erfolgreichen Entwicklung des Klubs bei. Für seine großen Verdienste um die Sportbewegung, vor allem um seinen FC Gundelfingen, wurde Hermann Gartner vom DFB, BLSV, BFV, BTV und durch den Verein mit höchsten Auszeichnungen bedacht. Sein Name wird immer untrennbar mit dem FCG verbunden bleiben und sein Vorbild wird auch in Zukunft Ansporn und Verpflichtung für die Arbeit in unserer Sportgemeinschaft sein.

//Abschluss der Bauarbeiten

1980-1976

 

1976

In der Mitgliederversammlung am 16. Januar berichtet Vorsitzender Flemisch über die BLSV-Abrechnung für die Hochbauten in Höhe von 1.296.355,75 DM und bedauert, dass trotz Aufnahme von Fremdmitteln die restlose Fertigstellung nicht gesichert ist.

Am 19. März regt der Ehrenvorsitzende der Eisstockabteilung, Josef Bauer, den Bau eines Kunsteisstadions an. Der Verein soll die Bauträgerschaft übernehmen

Die FUW-Kreistagfraktion stellt am 7. April an den Kreistag den Antrag, dem sich die Kreisräte Kirchmeier (SPD) und Jörg (CSU) anschließen, Gundelfingen zum Sport- und Leistungszentrum Nordschwaben zu erklären.

An Pfingsten folgt die Eröffnung der neuen Tennisanlage mit einem Einladungsturnier. Bezirksvorsitzender Dr. Halbeck, BLSV-Kreisvorsitzender Kuster, MdL Dr. Dietrich, BM Schweizer, Ehrenvorsitzender H. Gartner und FC-Vorsitzender Flemisch wohnen der Einweihung durch Stadtpfarrer Nicklaser und Pfarrer Kleinhempel bei. Ehrenvorsitzender Hermann Gartner und Vorsitzender Flemisch werden für ihre Verdienste beim Bau der Anlage mit der BTV-Verdienstnadel ausgezeichnet.

Die Vorstandschaft beschließt am 29. Juli, vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliederversammlung, der Finanzierung und der Frage der Folgekosten, die Bauträgerschaft für das Kunsteisstadion zu übernehmen. Friedel Niederwieser übernimmt die Leitung der Gymnastikabteilung.

Die A-Junioren steigen erstmals in die Bayernliga Süd auf, der zu diesem Zeitpunkt höchsten Spielklasse im deutschen Nachwuchsfußball.

Jochen Theuerkorn mit Frau werden Meister in der Bundesrepublik in der Jeton-Klasse der Segler.

 

1977

In der Mitgliederversammlung am 21. Januar erhält Vorsitzender Theo Flemisch für seine großen Verdienste für den Verein die Goldene FC-Verdienstplakette, Ernst Rucker, der zwischenzeitlich Gundelfingen verlassen hat, das Goldene Jugend-Verbandsehrenzeichen für seine mehr als 20-jährige vorbildliche Jugendarbeit im Verein und Kreis.

Der neugewählte Vorstand gibt sich am 7. Februar erstmals eine Geschäftsordnung und legt Zuständigkeiten fest. Der mit 50-Meter-Bahnen und einem Sprungturm ausgebaute Gartnersee und der Trimm-Dich-Pfad werden am 26. Juni ihrer Bestimmung übergeben.

Für das vom TV Gundelfingen ausgerichtete Gauturnfest wird auch das Schwabenstadion als Wettkampfstätte einbezogen.

Die Fremdenzimmer in der Stadiongaststätte werden am 7. Juli eröffnet.

Mit der Aufstellung einer Traglufthalle begann auch in Gundelfingen das Zeitalter des Hallentennissports. Die Tischtennis-Jugend wird Meister in der höchsten Spielklasse Schwabens und Schwäbischer Mannschafts-Vizemeister. Dieses Kunststück gelingt auch 1978.

Mit der Aufstellung einer Traglufthalle begann kurzzeitig das Zeitalter des „Hallen-Tennissports“.

Am 1. Dezember legt der seit 20 Jahren amtierende 1. Vorsitzende Theo Flemisch sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder.

Die Gymnastikabteilung feiert ihr 10-jähriges Jubiläum.

 

1978

In der Mitgliederversammlung am 7. April wird Dr. Fritz Gartner zum Nachfolger von Theo Flemisch gewählt. Der beantragten Beitragserhöhung auf 36 DM im Jahr ab 1. Januar 1979 stimmen die Mitglieder zu. Erwin Klein übernimmt die Leitung der Eissport-Abteilung.

Dem Antrag auf Bau einer Tennis-tauglichen Sporthalle durch die Tennis-Abteilung wird mit einer Stimme Enthaltung entsprochen.

Die Bilanzsumme ist auf stattliche 1,731 Millionen geklettert.

Das Schwabenstadion bewährt sich am 6. August bei einer weiteren Großveranstaltung. Lokalrivale SSV Glött ist dabei nach Gundelfingen ausgewichen und unterliegt in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals dem FC Bayern München vor mehr als 8.000 Zuschauern mit 0:5.

FC und TV gründen mit der Ski-Abteilung am 28. September eine weitere Gemeinschaftsabteilung.

 

1979

Die Mitgliederversammlung am 9. Februar wählt Theo Flemisch zum Ehrenvorsitzenden und würdigt die Leistungen während seiner 55-jährigen Vereins-Zugehörigkeit durch den Vereinsvorsitzenden Dr. Fritz Gartner.

Die Kicker der BFV-Juniorenauswahl sind im Rahmen eines Lehrgang vom 9. bis 11. März die ersten Gäste in den fertiggestellten Übernachtungsräumen. Die Tennisabteilung baut Umkleide- und Duschräume.

Im Februar wird Karl-Theo Flemisch Ehrenvorsitzender der Leichtathletik-Abteilung.

Die Eisstockschützen steigen in die Oberliga auf.

Am 22. Juni kommt Werner Traut, der ehemalige Gundelfinger, mit der Jugend seines Clubs Laguna Hills (USA) nach Gundelfingen. Sie wohnen in den Räumen des FC.

Am 4. Dezember beschließt der Vereinsausschuss die Vereins-Finanzverwaltung zu zentralisieren. Die Abteilungen bleiben aber im Rahmen ihrer Etats weiterhin selbständig.

 

1980

Jörg Pichler hat sich als Einhandsegler bei der Europameisterschaft so gut gehalten, dass er auch in der Weltmeisterschafts-Qualifikation teilnehmen durfte.

Walter Lobenstein mit Frau werden Vizemeister der Bundesrepublik in der Bootsklasse Fireball der Segler, Harald Bader und Jochen Bennegger werden internationale österreichische Staatsmeister in der Korsarenklasse der Segler.

Die Eisstockschützen feiern im Juli ihr 25-jähriges Abteilungsjubiläum.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung lehnt am 14. November eine Beitragserhöhung auf 60 DM pro Jahr ab.

//Zahlreiche Höhepunkte

1975-1970

 

1970

Der Beitrag wird ab sofort endgültig bargeldlos eingezogen. In der Mitgliederversammlung am 5. Januar wird der Gründung einer Tennisabteilung zugestimmt.

Die in Rekordzeit gebaute Segler-Schutzhütte wird ihrer Bestimmung übergeben.

Am 20. März wird das Vereinsjugendheim eingeweiht und der weitere Ausbau der Anlage zu einem Sportzentrum mit einer Vereinsgaststätte, Kegelbahnen, Fremdenzimmern, Umkleide-, Dusch- und Geräteräumen, sowie als Krönung der Bau einer Mehrzweck-Sporthalle mit 26 x 42 Metern bekannt gegeben. Dazu wird für den 1. Bauabschnitt mit einem Kostenaufwand von 910.000 DM ein weiterer Zuschussantrag an den BLSV eingereicht. Bayerns Innenminister Merk überzeugt persönlich sich vom Baufortschritt der FC-Anlagen.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums vom 28. bis 31. Mai kommen der BLSV-Präsident Rudi Sedlmayer und der BFV-Präsident Hans Huber zum Festabend und zeichnen Hermann Gartner, Karl Gartner, Josef Gartner und Theo Flemisch mit der BLSV-Verdienstnadel in Gold aus. Außerdem erhalten Hermann Gartner die Goldene BFV-Verdienstplakette, Theo Flemisch die BFV-Verbandsehrennadel in Gold und der Verein die DFB-Plakette und den BFV-Wimpel.

Am 28. Mai wird in einem Festakt im Rathaus, in Anwesenheit des Gundelfinger Ehrenbürgers Dr. Dr. h. c. Eugen Bamann, die von Theo Flemisch angeregte Städtepartnerschaft begründet.

Während der Festtage findet am 30./31. Mai auch der Leichtathletik-Länderkampf Bayern – Württemberg statt.

Am 6. Juni kann der Asphaltplatz für die Eisstockschützen seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Leichtathleten können von ihrem stolzesten Jahr berichten, denn 36 Mal standen FCler ganz oben auf dem „Treppchen“.

Mit drei Bayerischen Meisterschaften – Ewald Machat im Hammerwurf, die Schüler der 4×100-Meter-Staffel und 4×1000 Meter mit Föll, Hander, Kränzle und Winkler –, acht Schwäbischen und 13 Nordschwäbischen Titeln ist die Leichtathletik im FC auf ihrem Höhepunkt angekommen. Es ist deshalb logisch, dass die Forderung auf Ausrüstung der Anlagen mit Kunststoffbelägen laut wurde, denn das rote Ziegelmehl hatte in der Leichtathletik keine Zukunft mehr.

Ewald Machat beim Speerwurf, der 1970 Bayerischer Jugendmeister im Hammerwurf und 1971 Sechster bei der Deutschen Meisterschaft wurde.

Norbert Bayer übernimmt die neugegründete Tennisabteilung. Die Firma Gartner gestattet der Abteilung die Benützung ihrer Plätze.

Im November wird über die Aufstellung eines Frauen-Fußballteams nachgedacht.

In einer für die zukünftige Strukturierung des Vereins historischen Sitzung stellt der Vereinsausschuss am 22. Dezember die Weichen für die Selbständigkeit der Abteilungen und legt dazu die entsprechende Satzung vor.

Ida Böck übernimmt die Gymnastikabteilung.

 

1971

Die Jahreshauptversammlung am 8. Januar stimmt der neuen Vereinsstruktur und Satzung zu. Das Vereinsvermögen ist inzwischen auf mehr als eine halbe Million angewachsen.

Schwäbische Meister werden Bernhard Leo (im März in Landsberg im Waldlauf der A-Jugend, im Juni in Augsburg im 3000-Meter-Lauf) und Ewald Machat im Hammerwerfen. Im Juli wird Leo Bayerischer Vizemeister über 3000 Meter und schafft damit die Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft in Lübeck, von wo er im Juli mit einem hervorragenden 7. Platz heimkehrt.

Die Bezirksliga-Meister von 1971 und Aufsteiger in die Landesliga Süd (von links): Werner Haas, Ernst Binder, Dieter Lang, Wolfgang Dreßen, Hans Anderl, Viktor Merenda, Alois Sing, Erwin Jahn, Anton Walter, Martin Hördegen, Peter Rettenberger, Helmut Peter

Die Fußballer werden in der Saison 1970/71 Bezirksliga-Meister Nord und feiern den Aufstieg in die Landesliga Süd in einer Meisterschaftsfete im Gasthof Sonne. Dieter Lang wird zum Ehrenspielführer ernannt.

Im Juli übernimmt Hans Anderl die Leitung der Fußballabteilung.

Im Oktober findet das erste offizielle Frauenfußballspiel zwischen dem FCG und dem SV Reisensburg (3:3) statt.

Die Abteilungsleiter einigen sich am 19. Mai auf die Einführung einer Finanzordnung.

Am 3. Dezember wählen die Tennisspieler Edelbert Reile junior zum Abteilungsleiter.

 

1972

In der Mitgliederversammlung am 7. Januar kann der siebenköpfige Vorstand auf das erste Jahr nach Verselbständigung der Abteilungen und Einführung einer Finanzordnung mit Finanzausschuss zurückblicken.

Am Längs- und Quertrakt wird Richtfest gefeiert. Der Bau von Bundeskegelbahnen ist geplant.

Das Frauenfußballteam nimmt an den Pflichtspielen teil.

Links Bernhard Leo, 1972 Dritter bei der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaft über 3000 Meter in Böblingen.>

Bernhard Leo wird bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften Dritter über 3000 Meter und findet Aufnahme in den DLV-Nachwuchs-Förderkreis.

Siegfried Lippert erhält die ehrenvolle Berufung als Kampfrichter zu den Olympischen Spielen in München, F. Jülich und A. Burggraf kommen als Gehrichter zum Einsatz.

Siegfried Lippert (links) erhält die ehrenvolle Berufung zum Kampfrichter zu den Olympischen Spielen 1972 in München, F. Jülich und A. Burggraf kommen als Gehrichter zum Einsatz

  1. Leo, H. Hander und J. Häberle reihen sich als Fackelträger des „Olympischen Feuers“ ein.

Die Stadt beschließt den Ausbau des Naherholungsgebietes rund um das Schwabenstadion.

Der FCG überschreitet die Freigrenze von 12.000 DM für Vereine und wird zukünftig zur Umsatzsteuer veranlagt.

Am 15. August wird das Bodenseecup-Spiel Schwaben – Württemberg im Schwabenstadion ausgetragen.

Am 18. September schlägt FC-Vorsitzender Flemisch die FC-Sportanlage als Kreissportzentrum vor.

1972 nimmt erstmals eine Tennismannschaft an der Meisterschaftsrunde teil. Von links: Zeisberger, Lauft, Heinrich sen., Künneth, U. Kadelke, Heinrich jun., Hirsch, Reile

 

1973

Die Mitgliederversammlung am 12. Januar genehmigt den Antrag der Tennisabteilung auf Bau einer Vereins-Tennisanlage, bestätigt das angestrebte Ziel „Kreissportzentrum“ für die FC-Anlagen und erhöht den Jahresbeitrag auf 24 DM.

Die Baumaßnahmen im Schwabenstadion gehen voran, wie das Bild des Mitteltraktes zwischen späterer Gaststätte und Jugendheim zeigt.

Mit einem Festakt im Schwabenstadion am 14./15. April wird das 10-jährige Volkslauf-Jubiläum in Deutschland gefeiert.

Die Tischtennis-Damen mit B. Wengert, W. Kling und H. Piepenbrinck steigen in die 1. Schwabenliga auf.

Ehrenvorsitzender Hermann Gartner erhält zu seinem 70. Geburtstag die Goldene DFB-Ehrennadel und die Goldene FC-Verdienstplakette.

Theo Flemisch wird Ehrenvorsitzender der Fußballabteilung.

Am 19. Oktober wird die Wanderabteilung gegründet, da sich ein eigener Volkssportverband gebildet hatte.

Die Fußballer siegen mit 2:1 gegen den englischen Profi-Club Luton Town.

Das Landratsamt genehmigt den Abbruch des im Jahre 1950 erbauten Holz-Clubheimes.

Am 19. November verurteilt das Landgericht Augsburg den FC zur teilweisen Zahlung des Architekten-Honorars von Professor Ortner. Der Verein legt Berufung ein.

Das Sonntagsfahrverbot und die Teuerungen auf dem Energiesektor beeinflussen den Sportbetrieb und belasten die Vereinsfinanzen.

 

1974

Nach einer kontroversen Diskussion erteilt die Mitgliederversammlung vom 11. Januar den Auftrag zur Planung einer Sporthalle beim Stadion.

Das Anlagevermögen ist auf 800.000 DM angewachsen, die Bilanzsumme überschreitet erstmals die Millionengrenze.

TV Dillingen schlägt dem FC am 1. Februar die Gründung eines Leichtathletikzentrums vor, die aber an der Finanzierung einer Kunststoffbahn scheitert.

Der Vorstand beschließt am 18. Februar die Anschaffung der automatischen Kegelbahnanlage zum Festpreis von 40.000 DM. Ludwig Böck übernimmt die Kegelabteilung.

Der Getränkeliefervertrag mit „Paulaner“ bringt dem Verein die dringend notwendige Finanzspritze in Höhe von 200.000 DM für die Fortsetzung der Hochbauten.

Am 1. August wird der Erbbaurechtsvertrag zwischen Stadt und Verein für das Tennisplatzgelände protokolliert.

Am 28. August besiegt die Fußball-Nationalelf Thailands den FC mit 4:2.

Die Segelabteilung äußert am 4. Oktober erstmals ihre Sorgen über Verlandung des Faiminger Sees, aber noch herrscht Regatta-Stimmung.

 

1975

Der Verein gewinnt vor dem Oberlandesgericht München Berufungsverhandlung mit einem Streitwert von 80.000 DM gegen Professor Ortner und entgeht damit einer vereinsgefährdenden Finanzsituation.

Der FC legt am 18. März Einspruch gegen die Erweiterung des Atomkraftwerkes Gundremmingen ein. Am 31. Mai wird die Mitgliederversammlung erstmals in der neuen Stadiongaststätte ausgetragen. Sie genehmigt, nachdem der BLSV grünes Licht gegeben hat, die Zwischenfinanzierung in Höhe von 50.000 DM für den Weiterbau der Tennisanlage, obwohl die Leichtathleten den Bau einer Kunststoffbahn als vorrangig ansehen. Am 1. Juni findet die Kegelbahneröffnung statt.

Im Juli beschließt der Stadtrat den Bau einer Sport- und Festhalle mit Tribüne bei der Schule. Der BLSV genehmigt Zuschuss für die sechs Tennisplätzen und des Nebenspielfeldes mit Beleuchtung.

Regatta-Stimmung auf dem Faiminger See

Am 12. Oktober findet das Landesliga-Cupspiel Bayern B – Landesliga Süd im Schwabenstadion statt.

Der BLSV-Kreistag tagt am 24. Oktober in der Stadiongaststätte.

Im November muss der weitere Ausbau der Hochbauten aus Geldmangel vorübergehend gestoppt werden.

Wolfgang Stricker wird am 21. Dezember Deutscher Jugendmeister im Eisstock-Weitschießen und erhält die FC-Verdienstnadel in Gold.

//Das Vereinsheim wird gebaut

1970-1966

 

1966

Im Mai schlägt die Bezirksauswahl Schwabens Oberfranken im Schwabenstadion mit 6:1.

Bei der Bayerischen Schachmannschaftsmeisterschaft belegt die FC-Truppe den dritten Platz.

Im Juli unterliegen die Fußballer im Schwäbischen Pokalfinale in Krumbach gegen die BSK Olympia Neugablonz mit 1:5. Die Eissportabteilung feiert ihr 10-jähriges Jubiläum.

Errichtung der Sprecherkabine als Wettkampfbüro zu den Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften

Die FC-Sportanlage wird laufend erweitert und erhält ein Wettkampfbüro mit Lautsprecheranlage. Kurz vor der Austragung der Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften am 9./10. Juli ist alles fertig und die Leichtathletik-Abteilung erhält für die Organisation im Schwabenstadion glänzende Kritiken von BLV-Präsident Jall und BLV-Sportwart Otto Ortner.

Eine Schwimmgemeinschaft zwischen FC und TV soll gebildet werden.

 

1967

Im Januar genehmigt die Generalversammlung den Neubau eines Vereinsheimes, der Kostenvoranschlag weist einen Betrag von 201.364,50 DM aus. Der Verein hat nun fast 700 Mitglieder.

Am 6. April wird die Frauengymnastik-Abteilung gegründet.

1860 München holt für eine Ablösesumme von 12.000 DM den Gundelfinger Wolfgang Lex nach München und bestreitet mit seinen „Stars“ Radenkovic, Küppers, Grosser, Brunnenmayer, Patzke, Rebele und Heiß am 15. Oktober vor 6000 Zuschauern das Ablösespiel in Gundelfingen.

„Hebauf“ beim Jugendheim

Für den Bau des Jugendheimes, des Asphaltplatzes und die Verbesserung der sanitären Anlagen, mit einer Bausumme von 501.653,56 DM, beantragt der Verein am 20. November einen Zuschuss beim BLSV. Die TT-Damen spielen in Schwabens höchster Spielklasse.

 

1968

In der Generalversammlung am 6. Januar wird, nach einer Satzungsänderung, eine Frauenwartin gewählt. Weiterhin wird beschlossen, den Beitragseinzug sukzessive auf bargeldlose Einhebung umzustellen.

Am 9. Juli stimmt der Stadtrat dem Antrag Theo Flemischs auf Begründung einer Städtepartnerschaft mit Beek zu.

Der im vorigen Jahr beschlossene Bau eines Vereinsheimes nahm schnell Gestalt an.

 

1969

Die Generalversammlung am 10. Januar stimmt der Gründung einer Faustballabteilung zu und stellt die Gründung einer Tennisabteilung zurück, da momentan keine geeignete Führungskraft zur Verfügung steht.

Auf dem Gartnersee finden im Januar die Schwäbischen Eisstockschießmeisterschaften statt. Die Segelabteilung plant den Bau einer Schutzhütte am Faiminger See. Im Mai erklärt der TV Gundelfingen, dass er an weiteren Fusionsverhandlungen nicht mehr interessiert sei.

Am 20. Juli findet auf dem Faiminger See die Württembergische Meisterschaft der Deutschen Marinejugend in der Optimisten-Klasse der Segler statt.

Im August schlägt die tschechische Fußballelf Banik Ostrau eine Kombination FC/VfL Heidenheim mit 2 : 1.

Unter dem Datum vom 1. August sagt der BLSV für die Baumaßnahmen einen Zuschuss von 120.000 DM und ein Darlehen von 40.000 DM zu.

Faustballturnier 1969 im Schwabenstadion

Auch die Faustballer nutzen die FC-Sportanlage zur Ausübung ihres Sports.

 

1970

Der Beitrag wird ab sofort endgültig bargeldlos eingezogen. In der Mitgliederversammlung am 5. Januar wird der Gründung einer Tennisabteilung zugestimmt.

Die in Rekordzeit gebaute Segler-Schutzhütte wird ihrer Bestimmung übergeben.

Am 20. März wird das Vereinsjugendheim eingeweiht und der weitere Ausbau der Anlage zu einem Sportzentrum mit einer Vereinsgaststätte, Kegelbahnen, Fremdenzimmern, Umkleide-, Dusch- und Geräteräumen, sowie als Krönung der Bau einer Mehrzweck-Sporthalle mit 26 x 42 Metern bekannt gegeben. Dazu wird für den 1. Bauabschnitt mit einem Kostenaufwand von 910.000 DM ein weiterer Zuschussantrag an den BLSV eingereicht. Bayerns Innenminister Merk überzeugt persönlich sich vom Baufortschritt der FC-Anlagen.

Bayerns Innenminister Merk überzeugt sich vom Baufortschritt der FCG-Anlagen: (von links neben dem Polizisten) die Stadträte Fauser und Liebermann, Oberamtsrat Wengert, Minister Merk, Vorsitzender Flemisch, Landrat Dr. Schweiger, Kämmerer Kukla und Stadtrat Hoffmann

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums vom 28. bis 31. Mai kommen der BLSV-Präsident Rudi Sedlmayer und der BFV-Präsident Hans Huber zum Festabend und zeichnen Hermann Gartner, Karl Gartner, Josef Gartner und Theo Flemisch mit der BLSV-Verdienstnadel in Gold aus. Außerdem erhalten Hermann Gartner die Goldene BFV-Verdienstplakette, Theo Flemisch die BFV-Verbandsehrennadel in Gold und der Verein die DFB-Plakette und den BFV-Wimpel.

Am 28. Mai wird in einem Festakt im Rathaus, in Anwesenheit des Gundelfinger Ehrenbürgers Dr. Dr. h. c. Eugen Bamann, die von Theo Flemisch angeregte Städtepartnerschaft begründet.

Während der Festtage findet am 30./31. Mai auch der Leichtathletik-Länderkampf Bayern – Württemberg statt.

Am 6. Juni kann der Asphaltplatz für die Eisstockschützen seiner Bestimmung übergeben werden.

Die Leichtathleten können von ihrem stolzesten Jahr berichten, denn 36 Mal standen FCler ganz oben auf dem „Treppchen“.

Mit drei Bayerischen Meisterschaften – Ewald Machat im Hammerwurf, die Schüler der 4×100-Meter Staffel und 3×1000 Meter mit Föll, Hander, Kränzle und Winkler –, acht Schwäbischen und 13 Nordschwäbischen Titeln ist die Leichtathletik im FC auf ihrem Höhepunkt angekommen. Es ist deshalb logisch, dass die Forderung auf Ausrüstung der Anlagen mit Kunststoffbelägen laut wurde, denn das rote Ziegelmehl hatte in der Leichtathletik keine Zukunft mehr.

Norbert Bayer übernimmt die neugegründete Tennisabteilung. Die Firma Gartner gestattet der Abteilung die Benützung ihrer Plätze.

Im November wird über die Aufstellung eines Frauen-Fußballteams nachgedacht.

In einer für die zukünftige Strukturierung des Vereins historischen Sitzung stellt der Vereinsausschuss am 22. Dezember die Weichen für die Selbständigkeit der Abteilungen und legt dazu die entsprechende Satzung vor.

Ida Böck übernimmt die Gymnastik-Abteilung.

//Entstehung des Schwabenstadions

1965-1956

 

1956

Xaver Geiger löst Otto Bucher als Vorsitzenden ab. Gründung der Eissportabteilung.

Die Eisstockschützen im Gründungsjahr mit (von links) W. Seifried, K. Stricker, W. Heimhuber, H. Schmid, J. Heimhuber, G. Bamberger, Abteilungsleiter J. Bauer, Mayer, Alfred Renner

Am 16. Juni wird eine Sportkegel-Abteilung gegründet. Schorsch Winkler übernimmt den Vorsitz.

Am 18. August findet ein großer Festabend mit den holländischen Gästen von Fortuna `54 Geleen im Festsaal der Firma Gartner statt. Am 19. August folgt ein Freundschaftsspiel gegen den holländischen Ehrendivisionär mit fünf Nationalspielern gegen eine verstärkte Gundelfinger Elf.

Empfang für Fortuna Geleen im Gundelfinger Rathaus nach dem Freundschaftsspiel bei FCG-Fußballern mit Fortuna-Präsident Joosten (stehend), BM Walter (links) und 2. BM Hefele (Mitte sitzend)

 

1957

Theo Flemisch übernimmt den Vereinsvorsitz.

Am 22. April wird ein Freundschaftsspiel gegen die BSG Lokomotive Zittau (DDR) ausgetragen. Die Firma Gartner läutet mit dem Bau von drei Tennisplätzen die Tennisära in Gundelfingen ein.

 

1958

An Ostern Gegenbesuch in Zittau. Mit einem 5:1 gegen eine Bezirksauswahl und dem 3:1 gegen Zittau ist man zweimal erfolgreich. Brauereibesitzer Bundschuh und Landrat Dr. Schweiger eröffnen erste geprüfte Bundeskegelbahn in Nordschwaben im „Gasthof zum Schützen“. 209 Einzelkegler und 17 Mannschaften führten ein Pokalkegeln durch.

Die 1. Fußballmannschaft wird in dem neu aufgelegten „Donau-Pokal“ Zweiter, die Jugend wird Gruppensieger und die Schüler erringen erneut die Meisterschaft.

 

1959

Zittau erneut in Gundelfingen. Wiederbelebung des Schachspiels im Verein.

 

1960

Neugründung der Leichtathletik-Abteilung. Am 30./31. Januar richten die Stockschützen die Bayerischen Eisstockschießmeisterschaften auf dem Gartnersee aus.

Vom 11. bis 19. Juni wird das 30-jährige Vereinsjubiläum begangen.

Der Verein trauert um das am 12. Juli verstorbene Gründungs- und Ehrenmitglied Michael Hampp und ruft zu Ehren des Fußballers und Leichtathleten den Michael-Hampp-Gedächtnis-Waldlauf ins Leben.

 

1961

Das Geschäftsjahr wird dem Kalenderjahr gleichgesetzt.

Während des Jahres wird der Stadionwall aufgeschüttet, die Stadioneinfassungen gesetzt und die Stahlkonstruktion für die Tribüne aufgestellt.

Die Fußball-Schüler verlieren nach einem 1:1 gegen Wacker Augsburg in Donauwörth erst durch Losentscheid den Titel eines Schwäbischen Schülermeisters.

Josef Gartner sen. wird Nordschwäbischer Schachmeister.

 

1962

An Ostern finden in Gundelfingen die Schwäbischen Schachmeisterschaften statt.

Bau der Tribüne im Schwabenstadion mit den Monteuren (ab Zweiter von links) Schnödewind, A. Wagenhuber, K. Brugger, Retzer, F. Schabert, A. Müller

Die Bauarbeiten am Stadion schreiten weiter fort. Das Wahrzeichen des Gundelfinger Fußballplatzes, eine stattliche Eiche, muss der im Entstehen befindlichen Leichtathletik-Kampfbahn weichen.

 

1963

Im April wird Josef Gartner sen. erneut Nordschwäbischer Schachmeister.

Josef Gartner jun. holt im Mai in Krumbach den Titel eines Schwäbischen Schachmeisters.

Die Eröffnung des neuen, geschmückten Schwabenstadions mit einem Leichtathletik-Sportfest.

Vom 13. bis 16. Juni findet die glanzvolle Einweihung des Schwabenstadions mit einem Leichtathletik-Sportfest, Fußballspielen, Schach-Turnier, Boxkampf, Sommernachtsfest und Festabend u. a. mit dem bekannten und populären Roider Jakl statt.

Die Soldaten des II. Korps, Ulm, tragen mit fast 300 Teilnehmern am 26./27. September ihr Sportfest im Stadion aus.

 

1964

In der Frühjahrsversammlung am 8. April wird die Gründung einer Segelabteilung genehmigt. Horst Matzke wird Vorsitzender.

Am 12. April findet der erste Volkslauf, der zweite in der Bundesrepublik überhaupt, in Gundelfingen statt.

In der Versammlung am 23. September werden die Beiträge auf 1,50 DM für Erwachsene, 1 DM für Jugendliche und 50 Pfennige für Schüler pro Monat angehoben.

 

1965

Am 26. Mai wird zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem BC Augsburg das Finale um die Bayerische Jugendfußball-Meisterschaft ausgetragen, das der „Club“ mit 3:1 gewinnt.

Die Schwäbischen Leichtathletikmeisterschaften im Schwabenstadion am 26./27. Juni werden zur Generalprobe für höhere Aufgaben.

Volkslauf 1965 mit (von links) Landrat Dr. Schweiger, Frl. Gartner, und Vorsitzendem Flemisch

In Kaufbeuren holt sich Viktor Merenda bei den Leichtathletik-Jugendmeisterschaften den Schwäbischen Meistertitel über 400 Meter, wird bei den „Bayerischen“ in Hof Fünfter und rangiert in der deutschen Bestenliste auf dem 14. Rang.

Lehrgang des Schachverbandes Bayern in Gundelfingen mit (von links) der deutsche Schachmeister Hahn (Bayreuth), Sappler, Wolf, Kluske, Baptist, V. Gartner jun. (alle FC) und Kugelmann

Im Dezember findet ein Lehrgang des Schachverbandes Bayern in Gundelfingen statt.

//Der Neuaufbau und die Zeit der Pokaltriumphe

1955-1945

 

1945

Nur langsam beginn sich das Leben nach dem Krieg wieder zu normalisieren. Nach und nach kehren zwar nicht alle noch lebenden, aber doch einige Stützen der Vorkriegself aus der Gefangenschaft zurück. Sofort wird bei der Besatzungsmacht die Spielgenehmigung beantragt und am 26. August im ersten Spiel nach dem Krieg der FC Lauingen mit 6:2 geschlagen. Vorläufig besteht noch kein Sportverband, sodass nur Freundschaftsspiele ausgetragen werden können.

Im ersten Nachkriegsspiel gewinnt der FCG das 49. Derby gegen den FC Lauingen mit 6:2: stehend von links E. Haas, Schretzmair, Michl, Flemisch, M. Wengenmayr, knieend Fröhlich, Hartl, G. Bamberger, liegend K. Brendle, Krug, R. Brendle

38 Mitglieder besuchen am 22. September die außerordentliche Mitgliederversammlung im „Adler“. Der Mitgliederstand beträgt 119, davon sind 42 noch in Gefangenschaft, 28 sind gefallen und fünf werden vermisst. Die Kasse hat mit 1150 RM einen „Rekordstand“.

Nach den seinerzeitigen Verhältnissen konnte der amtierende Vorstand Hermann Gartner sein Amt nicht mehr ausüben. Für ihn wird Walter Hopf gewählt. Es wird eine Aktion zur Mitgliederwerbung beschlossen, der Beitrag auf 1 RM pro Vierteljahr festgesetzt.

Zur Feier des 25-jährigen Jubiläums am 29. und 30. September wird in bescheidenem Rahmen ein Kameradschaftsabend im „Adler“ abgehalten, bei dem die Fußballkameraden des BC Augsburg anwesend sind, von denen man sich in einem Freundschaftsspiel 2:2 trennt.

Das Bayerische Kultusministerium erlässt am 17. Dezember Bedingungen für die Neuzulassung von Vereinen.

 

1946

Der Bayerische Landes-Sportverband, Spart Fußball, meldet sich am 15. Januar mit dem Rundschreiben Nr. 1 zu der neuen Sportorganisation. Am 10. Februar soll mit Verbandsspielen für die 2. und 3. Klasse begonnen werden. Bei den angesetzten Qualifikationsspielen zur 1. Schwäbischen Liga wird die Mannschaft nur Letzter und muss daher die Verbandsrundein der 2. Liga beginnen. Die 1. Jugend holt sich dagegen ungeschlagen die Nordschwäbische Meisterschaft.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 23. März wird Peter Ziegler zum Vorstand gewählt, die von Sportkamerad Hartl erarbeitete Satzung findet einstimmige Zustimmung. Der Tischtennissport leidet unter dem Mangel an Bällen. Die Gründung einer Handballabteilung wird beschlossen, die ausschließlich von Damen repräsentiert wird. Der Verein hat fast 250 Mitglieder und 2.000 RM in der Kasse. Ein weiteres Fusionsangebot wird vom TV abgelehnt.

Ein Freundschaftsspiel vor 1500 Zuschauern findet an Ostern gegen 1860 München statt, den „Deutschen Pokalsieger 1942“, und endet mit einer 1:10-Niederlage.

Der Antrag auf Zulassung des von der Militärregierung bereits genehmigten FC Gundelfingen wird am 18. Mai an das Landratsamt überreicht. Der Antrag muss auch in englischer Sprache abgefasst werden.

Die Handballabteilung stellt im August auch eine Männermannschaft auf.

Beginn der Verbandsspiele am 22. September mit dem Ziel der Meisterschaft und Aufstieg in die 1. Liga. Die lettischen Altinternationalen Berzins als Trainer und Lasdinsch als Torwart verstärken die Grün-Weißen und mit dem weiteren Neuzugang Haslinger holt der FCG die Nordschwäbische Meisterschaft.

 

1947

Gründung einer Schachabteilung am 13. Januar, Etablierung einer Theatergruppe.

Mit einem 6:1-Sieg am 27. April über den TSV Göggingen wird man erstmals Schwäbischer Pokalsieger. Vorher gewann der stark ersatzgeschwächte FC, u. a. spielte der Jugendspieler Edelbert Reile jun. mit einer Sondergenehmigung, bei der TSG Augsburg im Halbfinale mit 1:0. Die Augsburger waren seinerzeit ein Spitzenverein der Landesliga.

6:1-Sieg im schwäbischen Pokalfinale 1947 gegen den TSV Göggingen und erster Pokalsieg für die Fußballer (von links): Lasdinsch, Haslinger, E. Haas, K. Wegele, Pfab, Seehof, Hartl, Nagler, Helfrich, Fröhlich, Flemisch

In der Generalversammlung am 5.7. übernimmt Gustav Schöneborn den Vereinsvorsitz, da Peter Ziegler in seine Wahlheimat Italien zurückkehrt.

Eine neue Satzung wird beschlossen. 25 Mitglieder befinden sich noch in Kriegsgefangenschaft.

Die Vorstandsmitglieder müssen beim Landratsamt ihre Spruchkammerbescheide, der Verein eine Vermögensaufstellung vorlegen, damit die Lizenzierung erfolgen kann. Das Anlagevermögen beträgt 1.630 RM, das Umlaufvermögen1.492 RM.

Meisterschaftsfeier der 1. Mannschaft und Wiedersehensfeier der Gründungsmitglieder im August. Startschuss in die Kreisliga-Meisterschaftsrunde am 7. September, die bei Halbzeit mit einem hervorragenden dritten Platz abgeschlossen wird.

Für die Sparte Leichtathletik wird ein Spartenleiter gesucht. Für die vom FC neu eingeführte Damen-Gymnastik soll eine Zusammenarbeit mit dem TV angestrebt werden. Das beschließt eine Versammlung am 31. Oktober.

 

1948

Der Antrag auf Angliederung einer Boxabteilung kann nicht verwirklicht werden. Die Theatergruppe mit Fred Hartl, Erwin Haas, Franz Pickl, Behringer Xaver und der unvergessenen „Sonnenwirts-Pepi“ strapaziert mit dem „Brandnerkaspar“ und den „3 Eisbären“ die Lachmuskeln der Gundelfinger.

Das gesellschaftliche Leben beginnt wieder richtig: Faschingsball 1948 in der dekorierten Turnhalle.

Beratung am 20. Februar über den Bau einer Umkleidekabine am Sportplatz. Hermann Gartner sieht als größtes Hindernis für den Bau die Beschaffung des Bauholzes. Der Mitgliederstand beträgt 352.

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 11. Juni beschließt eine Erweiterung des Sportplatzes und den Bau von Umkleideräumen. Dies ist der Startschuss für eine über 40 Jahre anhaltende Bautätigkeit zur Schaffung einer herrlichen Vereinsanlage. Zuvor hat der neugewählte Stadtrat mit einem langfristigen Erbbaurechtsvertrag den Weg frei gemacht. Auch die Währungsreform kann das Vorhaben nicht bremsen, denn Ende August sind die bestehenden Höhenunterschiede von fast einem Meter ausgeglichen, 10.000 Quadratmeter wurden unter Leitung von Jakob Herzog planiert und neu angesät. Nebenbei musste die „Asylwiese“ als Ausweichplatz eingerichtet werden. Der Umbau der Sportanlage verursacht gewaltige Kosten. So beschließt der Vereinsausschuss am 30. Juli 1948, also kurz nach der Währungsreform, zur Deckung der Kosten eine Spendenliste aufzulegen.

Letztes Spiel am 13. Juni auf dem alten und von Gegnern gefürchteten Sportplatz am Pflanzgarten. In der Meisterschaftsrunde hat die 1. Mann————————————

In der Generalversammlung am 24. Juli werden Hermann Gartner Gartner, Hans Gräbner, Karl Hopf, Karl Lerch, Edelbert Reile sen., Xaver Schretzmair, Georg Schwarz, Hans Seeßle, Karl Wahl und Peter Ziegler aufgrund besonderer Verdienste zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

1949

Die FC-Bälle werden in der herrlich dekorierten Turnhalle zu Höhepunkten des Gundelfinger Faschings.

Theo Flemisch unterrichtet am 1. April den Vereinsausschuss über den Stand der Ausbauarbeiten an der Sportanlage und überbringt die erfreuliche Nachricht, dass dafür vom Bayerischen Fußballtoto ein Zuschuss von 3.000 DM genehmigt wurde.

Das am 24. April 1949 in Günzburg ausgetragene Pokalspiel endet nach Verlängerung 2:2 und wird am 15. Mai nun auf dem neuen Waldsportplatz wiederholt. Der FC Gundelfingen zieht mit einem glänzenden 6:2-Sieg ins Schwäbische Pokalendspiel ein.

Am 22. Mai schlägt der FCG den TSV Sonthofen in Augsburg 2:1 und wird im Vorspiel zu dem Oberligaspiel BCA – VfB Stuttgart vor 20.000 Zuschauern zum zweiten Mal Schwäbischer Pokalsieger.

Zweiter schwäbischer Pokalsieg der Fußballer durch das 2:1 gegen den TSV Sonthofen vor 20.000 Zuschauern. Von links (stehend) Vorsitzender Schöneborn, Schleicher, Nagler, Betreuer Rohrmeier, E. Haas, Haslinger, K. Wegele, Reile, Flemisch sowie (vorne) Elbls, Glaser, Wengenmayer und Pfab

Mit einer Energieleistung wird in Kottern mit einem 3:3 der Klassenerhalt gesichert.

Sportkamerad Gerr wird am 29. Juli zum 1. Vorsitzenden gewählt, da Schöneborn aus beruflichen Gründen Gundelfingen verlässt.

Die Mitglieder gedenken des verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden Peter Ziegler.

Der 1. Bauabschnitt, Neuanlage des Spielfeldes, kann durch die Unterstützung der Gönner, 5000 freiwilliger Arbeitsstunden von Mitgliedern und dem Toto-Zuschuss abgeschlossen werden. Der 2. Teil, Bau des Clubheimes mit Wasch- und Umkleideräumen, soll bis zum 30-jährigen Jubiläum unter Dach und Fach gebracht werden.

Vorstand Gerr legt aus beruflichen Gründen am 8. November sein Amt nieder. Hermann Gartner übernimmt als 2. Vorsitzender die Geschäfte des Vereins.

 

1950

Fertigstellung des neuen Clubhauses aus Holz, das bei allen Bewunderung hervorruft, obwohl es ohne Stromanschluss und Duschen, aber mit Wasser-Handpumpe und Petroleumleuchte ausgestattet ist.

An Pfingsten (27./28. Mai) offizielle Einweihung des Clubhauses, verbunden mit dem 30-jährigem Vereinsjubiläum und erstmals in der Vereinsgeschichte mit ausländischen Gästen, dem Schweizer Nationalliga-Club FC Wil St. Gallen. Großer Bunter Abend in der Turnhalle.

Hermann Gartner, Gründungsmitglied und der große Gönner des Vereins, wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Gründungsmitglied Hermann Gartner wird wegen seiner großen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt

 

1951

Am 21. Juli wird Josef Müller zum Vorsitzenden gewählt. Theo Flemisch übernimmt auch das Traineramt. Am 23. September sind die Fußballer erstmals Tabellenführer der II. Amateurliga. Die 1b-Mannschaft gewinnt zum zweiten Mal den Manz-Pokal. Die TT-Herren spielen in Schwabens höchster Klasse.

Einen weiteren Totozuschuss in Höhe von 1.800 DM gibt´s für den Ausbau des Sportplatzes.

 

1952

Hermann Strauß wird Vorsitzender. Schorsch Burger kommt als Spielertrainer nach Gundelfingen. Mit ihm setzt der Verein, nach den großen Namen Haslinger und Schleicher, auf den eigenen Nachwuchs.

 

1953

In der Meisterschaftsrunde wird der 5. Platz erreicht.

Die 1. Mannschaft (stehend von links): Abteilungsleiter Theo Flemisch, Heinz Müller, Alfred Hitzler, Adolf Mayer, Walter Haas, Kurt Wiedemann, Kurt Jahn, Siegfried Eberle, Karl Wegele sowie (vorne von links) Ernst Rucker, Benno Mayer und Erich Renner.

 

1954

Am 2. Mai findet das Kreisauswahlspiel Nord- gegen Südschwaben in Gundelfingen statt.

In der Generalversammlung am 27. Mai wird die Satzung geändert, damit weitere BLSV-Mittel beantragt werden können. Der Jahresbeitrag wird von 6 auf 8 DM erhöht. Der Verein hat 307 Mitglieder.

Otto Bucher wird in einer außerordentlichen Generalversammlung am 26. Juni zum Vereinsvorsitzenden, Theo Flemisch zum Spielleiter gewählt. Hermann Strauß ist zurückgetreten, weil in seiner Amtszeit kein Spielleiter gefunden worden war. Weiterhin wird die Angliederung einer Fechtgemeinschaft beschlossen und der Anschluss der Peterswörther Fußballer genehmigt. Die Waldsportanlage wird für den Schulsport zur Verfügung gestellt.

 

1955

Mit einem 2:0-Sieg gegen Bad Wörishofen in Krumbach wird die erste Mannschaft am 3. Juli zum 3. Mal Schwäbischer Pokalsieger.

//Die Zeit bis zum Kriegsende

1944-1931

 

1931

Der Sportbetrieb kann infolge der wirtschaftlichen Rezession nur mit Mühe aufrechterhalten werden. Noch dazu haben sich in Gundelfingen ein Arbeitersportverein und ein DJK-Sportverein etabliert. Ein wichtiger Schritt für den Nachwuchs im FC gelingt mit der Aufstellung einer Schülermannschaft. Das Geschäftsjahr wird dem Spieljahr angepasst.

Brauereibesitzer Nusser lässt auf seine Kosten einen Umkleideraum am Sportplatz errichten.

 

1932

130 Jugendliche nehmen am vom FCG organisierten Jugendsporttag des Süddeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes in Gundelfingen teil. Unter der hohen Arbeitslosigkeit leidet auch das Vereinsleben.

 

1933

Auflösung der Vereine ASV und DJK durch Anordnung der neuen Regierung. Auch der FC wird „gleichgeschaltet“, die ASV-Mitglieder kehren zurück, sodass die Mitgliederzahl wieder über 100 klettert. Der in der Generalversammlung am 22. Juli 1933 einstimmig gewählte 1. Vorstand, Sebastian Behringer, wird von der Kreisleitung nicht anerkannt.

In der „Gleichschaltungsversammlung“ am 16. September 1933 bestimmt der Beauftragte der Partei, Margraf, Michael Hampp zum 1. Vorstand.

 

1934

Sportlich kann man in diesen Jahren keine großen Lorbeeren gewinnen, mit Ausnahme der zweiten Mannschaft, die Meister der 2. Kreisklasse wird. Erfreulich ist die weitere Leistungssteigerung der Schülerelf. Michael Hampp verlässt Gundelfingen.

 

1935

Karl Kössele wird am 23. März neuer „Vereinsführer.

Aufnahme des Tischtennisklubs als Unterabteilung in den FC durch den Beschluss in der Generalversammlung am 27. Juli. Durch Streichung der beitragssäumigen Mitglieder ist die Zahl auf 81 gesunken.

 

1936

Das Olympiajahr bringt auch für den FC 1920 Gundelfingen neuen Aufschwung. In der Generalversammlung am 1. August wird berichtet, dass sich die Mitgliederzahl wieder nahe der 100 bewege, der Kassenstand mehr als 100 RM betrage und der Sportplatz am Pflanzgarten nicht mehr den Anforderungen genüge.

Sportplatz am Pflanzgarten mit der ersten Hütte.

 

1937

Als einziger Kreisklassenvertreter Schwabens erreicht der FC die 1. Hauptrunde im Pokal. Das in Gundelfingen ausgetragene Spiel geht gegen den BC Augsburg, den ruhmreichen Vorgänger des heutigen FCA, mit 0:9 verloren.

0:9 verlor der FCG sein Pokalspiel gegen den BC Augsburg

 

1938/39

Der FC erringt die Meisterschaft in der Kreisklasse Nord, bleibt in den Aufstiegsspielen ungeschlagen und holt sich dadurch den Titel „Schwäbischer Meister der Kreisklasse“ und steigt in die Bezirksklasse Schwaben auf. Die Meisterschaftsfeier mit Ehrung der Mannschaft findet am Ostersonntag in der überfüllten Turnhalle statt.

 

1939

In der Generalversammlung am 1. Juli kann vom bisher erfolgreichsten Vereinsjahr berichtet werden: Aufstieg der 1. Mannschaft, nahezu 150 Mitglieder und fast 500 RM in der Kasse. Angliederung einer Frauengymnastik- und Leichtathletik-Abteilung werden beschlossen. Das 20-jährige Jubiläum ist für Pfingsten 1940 vorgesehen.

Die Fußballer nach dem 2:0-Sieg gegen Thannhausen im Aufstiegsspiel zur Bezirksklasse Nord. Der FCG wird Schwäbischer Meister der Kreisklasse mit (von links), Mayer, Süß, K. Wengenmayr, Lindenmayr I, Lindenmayr III, Lindenmayr II, Hegele, M. Wengenmayer, Fröhlich, Schretzmair, Flemisch und Vorstand Kössele.

Die Meisterschaftsspiele der Bezirksklasse sollten bereits am 27. August auf dem etwas vergrößerten Sportplatz beginnen. Der Kriegsbeginn am 1. September verhindert dies. Ein Telegramm der Sportbehörde in Augsburg bestätigt die Absage der Meisterschaftsrunde. Unsere durch Einberufungen dezimierte Elf nimmt außer Konkurrenz an der noch erlaubten Kreis- und später an der schwäbischen Meisterschaft teil.

 

1940

Es steht nur noch die 1. Mannschaft und die Jugend im Spielbetrieb.

Der Vereinsausschuss beschließt am 24. Februar, das 20-jährige Jubiläum auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen.

Im 35. Lokalderby am 15. März wird Lauingen mit 9:2 deklassiert und acht Tage später auch Dillingen mit einer schweren Niederlage von 12:0 abgefertigt. Im Lokalderby in Lauingen verliert die Erste Mannschaft am 1. April 1:4.

Jubiläums-Waldlauf am 20. März, Sieger der Hauptklasse wird Kaspar Mödl vom FC 1920 Gundelfingen.

Im März schlägt die Reichssportführung die Fusion aller Sportvereine in kleineren Orten vor. Bei einer Zusammenkunft bejahen die Gundelfinger Sportvereine eine Fusion, die aber, wie bereits 1938, nicht zustande kommt.

Hermann Gartner löst Karl Kössele am 8. Juni, der einberufen worden ist, als Vereinsführer ab.

 

1940/41

Teilnahme an der Meisterschaftsrunde der Donau-Vereine. Im Tschammer-Pokal erreicht die durch Soldaten komplettierte Gundelfinger Elf mit einem 2:0-Sieg gegen Post SV Augsburg die 1. Hauptrunde, in der in einem denkwürdigen Pokalkampf gegen Schwaben Augsburg erst nach Verlängerung mit 4:5 verloren wird.

Das 20-jährige Jubiläum wird am 29. und 30. März im festlich dekorierten Sonnensaal mit einem Festabend nachgeholt. Den musikalischen und humoristischen Teil des Abends übernehmen die hier einquartierten Soldaten.

Teilnahme an der Deutschen Vereinsmeisterschaft der Leichtathletik in Lauingen. Es wird der 1. und 3. Platz belegt. Wie bereits im Vorjahr, werden den im Felde stehenden Mitgliedern Päckchen und Kartengrüße gesandt. Mehrere Mitglieder müssen an der Front ihr Leben lassen.

 

1941

Der FCG gehört zu den 25 Vereinen in Schwaben, die noch einen geregelten Sportverkehr aufrecht hielten. In der Gruppe Donau werden die Grün-Weißen mit 15:1 Punkten Meister vor Dillingen, Günzburg, Burgau und Offingen.

Bumbas Schmidt, Verbandssportlehrer und erfahrener Altinternationaler, trainiert an vier Samstagen mit den noch in der Heimat befindlichen Gundelfinger Sportlern.

Das Trio Hermann Gartner (Vorsitzender), Theo Flemisch (sportlicher Leiter) und Edelbert Reile sen. (Kassenwesen) halten das Vereinsleben in Gang.

 

1942

Tischtennis-Werbeveranstaltung am 12. April mit der Gau-Auswahl in der Turnhalle.

 

1942/43

Im Gaugruppen-Wettbewerb landet der FCG hinter dem BC Augsburg auf dem zweiten Platz.

Berta Flemisch wird in Augsburg Gaumeisterin in der Tischtennis-B-Klasse.

 

1943/44

Aus Spielermangel finden in Schwaben keine Meisterschaftswettbewerbe mehr statt. In Gundelfingen werden weiterhin Freundschaftsspiele ausgetragen. Überwiegend Soldaten aus dem Medlinger Lazarett und Jugendliche bilden dabei die Mannschaft.

 

1944

Im Mai findet die Tischtennis-Kreismeisterschaft in der Turnhalle statt. Der FC Gundelfingen stellt mit Theo Flemisch den Einzel-, zusammen mit seiner Frau Berta auch im gemischten Doppel die Kreismeister. Das Jugenddoppel W. Haas/H. Hörger wird Vizemeister.

 

1944/45

Der Verband schreibt wieder eine Meisterschaftsrunde aus. Unter unvorstellbaren Schwierigkeiten – Spiele werden abgesagt und Vereine treten nicht an – wird der Spielbetrieb fortgeführt. Das letzte Spiel vor Ende des Krieges wird gegen Lauingen mit 3:1 gewonnen und damit der Gruppensieg errungen.

Mit der Mannschaft Flemisch, L. Ziegler, W. Haas, Tilmann und Pagoda wird die nordschwäbische Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaft errungen.

 

1945

Die ausgeschriebene Mannschaftsrunde kann nicht mehr durchgeführt werden, die sportlichen Aktivitäten müssen durch die Kriegsereignisse zwangsläufig eingestellt werden. Der FC Gundelfingen gehört zu den wenigen Vereinen in Schwaben, die den Sportbetrieb fast bis Kriegsende fortführen. Dies ist ausschließlich dem unermüdlichen Einsatz und Erfindungsgeist von Theo Flemisch zu verdanken.

//Die Vereinsgründung und die ersten Jahre

1930-1920

 

1920

Eine kleine Anzahl von 19- bis 20-jährigen Fußballjünger kaufen sich einen Fußball und organisieren als „Wald- und Wiesenclub“ mit einer großen Portion Idealismus den Fußballsport in Gundelfingen.

 

1921

20 Teilnehmer, nicht alle namentlich bekannt, gründen am 27. Februar im Gasthaus zum „Kreuz“ in Gundelfingen in einer öffentlichen Versammlung den FC 1920 Gundelfingen. Adolf Achtziger wird zum Vorsitzenden, Gebhard Baldauf zum Kassier und Anton Weber zum Schriftführer gewählt. Am 19. März 1921 wird Ernst Wahl als Zeugwart hinzugewählt. Clublokal wird das Gasthaus zum „Stern“. Die Clubfarben sind „gelb-schwarz“. Als Anwesende gelten – außer den Gewählten – Hermann Gartner, Karl Kössele, Michel Böck, Xaver Wengenmayr und wahrscheinlich auch Alois Blatter, Otmar Wengenmayr, Michel Hampp, Stefan Konrad, Hans Seeßle, Eugen Schirm, Karl Stricker, Heiner Rösch, Josef Müller.

Das älteste bekannte Bild einer Gundelfinger Fußball-Mannschaft vor einem Spiel in Lauingen 1921, das gegen die dortige Reserve mit 1:8 verloren ging (von links): Eugen Schirm, Michel Hampp, Heiner Baldauf, Stefan Konrad, Josef Müller, Karl Stricker, Hans Seeßle, (sitzend) Rösch, Alois Blatter, Otto Wengenmayr

Ostern 1921 in Höchstädt und Sontheim erste offizielle Spiele einer Gundelfinger Elf.

Anschluss am 4. Dezember als Abteilung an den TV 1863 Gundelfingen. Vorstände sind in dieser Zeit M. Böck und Wörner.

 

1922

Im August werden die ersten Gittertore aufgestellt. Gebo Baldauf übernimmt Vorsitz.

 

1923

Der August bringt Einnahmen in Höhe von 12.437.355 Reichsmark . Ein Fußball kostet die stolze Summe von 8.125.000 RM.

Mit dem Pferdefuhrwerk machten sich die Fußballer auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Günzburg.

 

1924

Meister der C-Klasse durch einen 6:1-Sieg am 18. Februar gegen Neuburg/K. und Aufstieg in die B-Klasse.

Meister der Fußball-C-Klasse und Aufstieg in die B-Klasse (von links): K. Hampp, Vogginger, M. Hampp, G. Kastner, X. Wengenmayr, Hermann Gartner, Baldauf, K. Stricker, Schirm, O. Wengenmayr, H. Seeßle

Lostrennung vom TV und Namensänderung wieder in FC 1920 Gundelfingen mit eigenen Statuten am 1. März.

Hermann Gartner übernimmt am 2. März den Vereinsvorsitz. „Weiß-grün“ werden die neuen Vereinsfarben. Der Verein tritt dem Süddeutschen Fußball-Verband bei. FC-Sportler nehmen erstmals an Leichtathletikwettbewerben teil.

In der Mitgliederversammlung am 26. Juli wird ein Antrag zum „Ankauf des Sportplatzes am Pflanzgarten“ an die Stadt beschlossen, obwohl der Kassenbestand nur 2 RM beträgt.

Der erste Sportplatz am Pflanzgarten

 

1925

  1. Generalversammlung am 10. Januar im neuen Clublokal „Bahnhofsrestauration“ mit 22 Mitgliedern und sechs Jugendlichen. Kassenbestand: 21,80 RM. Der Beitrag für Mitglieder wird auf 3,60 RM und für die Jugend auf 2,40 RM pro Jahr festgesetzt. An Inventar sind sechs Fußbälle vorhandne. Der Sportplatz kann nicht käuflich erworben werden, wird aber von der Stadt 20 Jahre pachtfrei zur Verfügung gestellt.

Meister der B-Klasse und Aufstiegsberechtigung in die A-Klasse, die aus finanziellen Gründen nicht wahrgenommen wird.

Hermann Gartner verlässt aus beruflichen Gründen Gundelfingen. Karl Hampp wird am 20. Juni zum Nachfolger gewählt. Der Verein hat 50 Mitglieder.

FCG-Leichtathleten vor dem Start zum Waldlauf 1925, vorne von links der spätere Sieger Michael Hampp, dahiner rechts O. Wengenmayr, vorne Mitte G. Winkler, G. Kastner und Metzger.

 

1926

Am 13. Juni findet das erste Lokalderby gegen den FC Lauingen statt und endet in Gundelfingen mit 2:2.

Die Fahrt zum Aufstiegsspiel nach Nördlingen wird mit dem umfunktionierten Bierwagen der Münz-Brauerei Günzburg angetreten.

 

1927

In der Generalversammlung am 15. Januar berichtet Vorstand Hampp, dass die 1. Mannschaft 38, die „Zweite“ 11 und die Jugend 14 Spiele ausgetragen hatten. Es fanden zehn Monatsversammlungen, drei Ausschuss-Sitzungen und eine Generalversammlung statt. Es wurden eine Weihnachtsunterhaltung, ein Faschingsball und für die Jugendlichen ein Tanzkurs durchgeführt. Die Mitgliederzahl ist auf 106 angewachsen.

Die Gründung einer Schwerathletik-Abteilung wird am 14. November abgelehnt.

 

1928

Erneut Meister der B-Klasse und Aufstieg in die A-Klasse. P. Christgau wird neuer Vorsitzender.

 

1929

  1. Platz in der A-Klasse. Am Ende des Jahrzehnts ist der FCG zu einem festen Faktor im Gundelfinger Vereinsleben geworden.

 

1930

Die Mitgliederzahl ist auf 150 angewachsen. Sebastian Behringer wird neuer Vorsitzender. In der Generalversammlung am 6. Januar sind 52 Mitglieder anwesend. Für die Anschaffung einer Standarte wird ein Fonds angelegt. Der Bau eines einfachen Umkleideraumes am Sportplatz wird in Erwägung gezogen.

Am 23. Januar beschließt der Ausschuss das 10-jährige Jubiläum an Pfingsten, 8./9. Juni 1930, mit Festabend und einem Pokalturnier, abzuhalten.

Am 3. Mai wird dem Kauf einer Standarte zum Preis von 325 RM zugestimmt. Der Betrag wird vom Fabrikanten Xaver Schwarz gestiftet.

Mit einem Festzug und Pokalturnier feiert der Verein an Pfingsten sein 10-jähriges Gründungsfest und die Standartenweihe. Die Standarte war von 1945 bis 1997 verschollen.