19 Sep. Zwei Verletzungen trüben das 2:2 des FC Gundelfingen
Fußball-Bayernliga Süd: SV Heimstetten – FC Gundelfingen 2:2 (1:0)
Das Fazit fiel gemischt aus. Einerseits waren die Bayernliga-Fußballer des FC Gundelfingen über das 2:2 (1:0) beim SV Heimstetten nicht unglücklich, obwohl sie bis kurz vor Schluss sogar von einem Sieg träumen durften, andererseits hat sich die Verletztenliste um zwei Namen verlängert. Denn kurz vor der Pause waren FCG-Verteidiger Kevin Lochbrunner und sein Keeper Niklas Frank bei einer gemeinsamen Rettungsaktion gegen Heimstettens Dominique Girtler ineinander gerauscht. Beide mussten ausgewechselt werden und verbrachten die zweite Halbzeit im Krankenhaus. Bei Frank war eine tiefe Fleischwunde an der Lippe mit einem Brummschädel der Grund, bei Lochbrunner war der Ellbogen in Mitleidenschaft gezogen.
„Das ist natürlich extrem bitter“, meinte FCG-Coach Thomas Rudolph, der in der ersten Halbzeit mehrere Rückschläge zu verdauen hatte. Wie den Elfmeter, der zur Heimstetter Führung durch Lukas Riglewski führte. Ein Strafstoß, der durch das Regelwerk gedeckt ist, weil Simon Achatz bei seiner Rettungstat zu spät kam und den Heimstetter David Leitl kurz nach dessen erfolglosen Torschuss noch traf. Bei Riglewskis Elfer war Keeper Frank noch mit den Fingern am Ball, konnte diesen jedoch nicht abwehren. Allerdings hätte es zwei Minuten später bei einer ähnlichen Aktion, als dem Gundelfinger Kapitän Jeremias Seibold nach einem Abspiel die Beine weggezogen wurden, ebenfalls einen Strafstoß geben müssen. Doch hier blieb der Pfiff aus. „Das war auch einer“, meinte selbst SVH-Angreifer Dominique Girtler später.
In der zweiten Halbzeit erhöhten die Grün-Weißen mit einer erneut umgebauten Viererkette – Michael Singer war von Außen ins Zentrum gerutscht und Fatjon Maliqi zeigte eine gute Leistung auf links – das Risiko gegen die lauf- und sprintstarken Oberbayern. Was belohnt wurde. Innerhalb von vier Minuten drehten die Gundelfinger das Spiel. Beim 1:1 flankte Achatz vors Tor, der von Samuel Seibolds Schulter noch leicht abgefälschte Ball rutschte auf den hinteren Pfosten durch und David Spizert war zur Stelle (69.). Kurz darauf gab es einen Freistoß an der rechten Außenlinie. Achatz zögerte nicht lange, schlug den Ball quer über den Platz zum gerade eingewechselten Luca Kerber. Der zog ein paar Meter zur Mitte und traf aus 17 Metern flach zur Gundelfinger Führung. Die bis kurz vor Schluss hielt, dann musste der eingewechselte FCG-Torhüter Valentin Rommel doch noch hinter sich greifen. Beim Schuss von Dominique Girtler war er chancenlos, weil Verteidiger Engjëll Havolli retten wollte – und dabei die Kugel dabei so abfälschte, dass sie im hohen Bogen über Rommel zum 2:2 im Netz landete.
SV Heimstetten – FC Gundelfingen 2:2 (1:0)
SV Heimstetten: Scherger – Steimel, Rüther, Ildas, Ezeala (61. Titze) – Riglewski (74. Goebl), Vochatzer, Müller – Penski, Girtler, Leitl
FC Gundelfingen: Frank (44. Rommel) – Rieger, Lochbrunner (44. Maliqi), Havolli, Singer – J. Seibold – S. Seibold, Hafner (82. N. Sailer), Sen (61. Kerber), Achatz – Spizert (86. Leibing)
Schiedsrichter: Grunert (SG Mallersdorf-Pfaffenberg)
Tore: 1:0 Riglewski (15./Foulelfmeter), 1:1 Spizert (69.), 1:2 Kerber (73.), 2:2 Girtler (85.)
Gelbe Karten: Steimel, Penski / Achatz, Singer
Zuschauer: 180
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