Der FCG bringt Pullach selbst zurück ins Spiel

Der FCG bringt Pullach selbst zurück ins Spiel

Bayernliga Süd: FC Gundelfingen – SV Pullach 2:2 (1:0)

„Es fühlt sich wie eine Niederlage an“, meinte Marius Brugger hinterher, und der Verteidiger des Bayernligisten FC Gundelfingen hatte in gewisser Weise recht. Denn der FCG verspielte trotz Überzahl eine 2:0-Führung und musste sich im Heimspiel gegen den SV Pullach mit einem 2:2 begnügen.

Eigene Nachlässigkeiten, aber auch ein Schiedsrichter Tobias Spindler, der sich unschlüssig war und von den Pullachern zu einem Elfmeter überreden ließ, brachten die Gundelfinger von der Siegerstraße ab. Dabei schien anfangs wirklich alles für die Grün-Weißen zu laufen. Die Rettungsaktion von SVP-Verteidiger Luis Heinzlmeier gegen FCG-Angreifer Jonas Schneider nach 13 Minuten wertete Spindler als Notbremse und löste erste Proteste bei den Pullachern aus. Die sich wenig später steigerten, als SVP-Keeper Marjan Krasnic in aller Ruhe einen harmlosen Ball aufnehmen wollte – und nicht mit Sandro Caravetta rechnete. Der Gundelfinger Angreifer kam vor Krasnic ans Spielgerät und ging dann zu Boden. Spindler zeigte nach kurzem Zögern auf den Elfmeterpunkt, Fabio Kühn verwandelte zum 1:0.

Auch am 2:0 waren Krasnic und Caravetta die Hauptfiguren, als der FCG-Angreifer dem Keeper den Ball abluchste und ins Tor schob. „Es ist schon bezeichnend, dass wir unsere Tore auf diese Weise erzwungen und nicht etwa herausgespielt haben. Diese Chancen haben wir nämlich liegen lassen“, meinte FCG-Trainer Martin Weng hinterher und hatte nicht nur die Chance von Jonas Schneider im Kopf, der unmittelbar vor dem 2:0 allein Richtung Tor unterwegs war und Krasnic nicht überwinden konnte. „Da sieht man halt, dass Jonas noch auf sein erstes Saisontor wartet und die Selbstverständlichkeit, mit der er in der Landesliga diese Möglichkeit genutzt hätte, zurzeit nicht da ist“, so Weng.

Pullach steckte trotz der Unterzahl nicht auf, doch erst ein Fehler von Kapitän Kühn brachte die Isartaler wieder ins Spiel. Er verlor als letzter Mann den Ball gegen Martin Bauer, der zusammen mit Max Zanfrei Bahn in Richtung FCG-Keeper Dominik Dewein hatte und den Anschluss herstellte (64.). Der Ausgleich fiel dann per Elfmeter – nach einer Fehleinschätzung von Referee Spindler. Das Foul von Michael Grötzinger an Pullachs Bauer war rund 30 Zentimeter außerhalb des Strafraums, das zeigte die deutliche „Grätschspur“ im Rasen. Und Bauer ging auch nicht im Sechzehner zu Boden. Doch SVP-Torjäger Gilbert Diep entdeckte noch eine zweite Spur einen halben Meter innerhalb des Strafraums, wies Spindler darauf hin – und der gab nach kurzer Bedenkzeit Diep die Chance, per Strafstoß das 2:2 zu erzielen.

Trotzdem hätten die Gundelfinger nach nun fünf sieglosen Partien noch gewinnen können. Doch gleich zweimal landete der Ball bei den Versuchen von Markus Böck und Fabio Kühn in der Nachspielzeit an der Pullacher Torumrandung.

 

FC Gundelfingen – SV Pullach 2:2 (1:0)

FC Gundelfingen: Dewein – Grötzinger, Brugger, Kühn, J. Fink (46. Weichler), Hille – Elze (46. N. Fink), Braun, Noller (88. Müller) – Schneider (68. Schmid), Caravetta (82. Böck)
SV Pullach: Krasnic – Lopes, Bauer, Heinzlmeier, Horndasch (79. Doll) – Rojek (28. Czech, 89. Saibou), Eck, Zander, Yildiz (68. Dietl) – Amdouni (62. Gaigl), Diep
Schiedsrichter: Spindler (SV Ostermünchen)
Tore: 1:0 Kühn (17./Foulelfmeter), 2:0 Caravetta (48.), 2:1 Bauer (64.), 2:2 Diep (85./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Elze, J. Fink, Hille, Brugger, N. Fink, Weichler / Krasnic, Bauer, Lopes, Zander
Gelb-Rot: Zander (90.+2/ Pullach)
Rote Karte: Heinzlmeier (13./SV Pullach)
Zuschauer: 350

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