Die Defensive steht

Die Defensive steht

Testspiel TSV Essingen – FC Gundelfingen 0:3 (0:1)

„Zu Null. Wir spielen zu Null“, lautete die Ansage von Verteidiger Fabio Kühn in der Schlussphase und es zeigt, dass die Landesliga-Fußballer des FC Gundelfingen auch nach der Winterpause weiterhin enormen Ehrgeiz entwickeln, so wenig Gegentore zu fangen wie nur irgendwie möglich. So auch im ersten Testspiel beim württembergischen Verbandsligisten, das die Gundelfinger mit 3:0 (1:0) für sich entscheiden konnten.

Kühns Ansage kam unmittelbar nach dem Tor zum 3:0, wodurch der FCG den Sieg praktisch eingefahren hatte. Da könnte man es in einem Vorbereitungsspiel schon einmal etwas lockerer angehen lassen, nicht aber die Gundelfinger. „Wir haben in den ersten beiden Trainingswochen sehr großen Wert auf die Defensivarbeit gelegt“, klärte Trainer Martin Weng auf. Die Automatismen aus der erfolgreichen Herbstsaison griffen deshalb auch in Essingen, obwohl in der Abwehrkette David Anzenhofer erstmals nach viereinhalb Jahren wieder das grün-weiße Trikot trug. Er musste mit seinen Nebenleuten gleich Schwerstarbeit verrichten. Ähnlich wie beim 2:0-Sieg vor Jahresfrist legten die Essinger beim Wiedersehen mit dem FCG ein hohes Tempo vor. „Wir haben aber fast nichts zugelassen“, war Gundelfingens Verteidiger Marius Brugger zur Pause zufrieden, lediglich einmal musste sein Keeper Dominik Dewein beim Kopfball von Yusuf Coban sein ganzes Können zeigen.

„Essingen hat 30 Minuten lang richtig Betrieb gemacht“, hatte auch Trainer Weng erkannt, andererseits gelang es seinen Schützlingen, sich vor der Pause mehr und mehr zu befreien und sogar in Führung zu gehen. Tarik Öz hatte mit einem Pass die ganze TSV-Defensive aufgerissen, Julian Elze legte noch quer und Benedikt Ost lenkte den Ball zum 0:1 ins Netz (43.).

Froh war Coach Weng auch, dass trotz der Wechsel zur Halbzeit kein Bruch im Spiel zu erkennen war. Im Gegenteil. „Es ist keiner abgefallen, alle haben eine gute Leistung abgerufen“, so Weng und freute sich auch, dass Öczan Safak zwei Jahre nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder eine Halbzeit lang zum Einsatz kam. Doch nicht nur Safak brachte sich positiv in Erinnerung, Elias Oberling war sogar maßgeblich am Sieg beteiligt. Eine Viertelstunde vor Schluss eroberte er im Mittelfeld den Ball, wovon Janik Noller profitierte. Der sah nämlich, dass TSV-Keeper Jakob Pfleiderer weit vor seinem Tor stand – und lupfte die Kugel aus 40 Metern in die Maschen. In der 82. Minute machte es Oberling dann selbst, nachdem er den Ball am gegnerischen Strafraum erobert und zum 0:3 in die Maschen befördert hatte.

 

TSV Essingen – FC Gundelfingen 0:3 (0:1)

TSV Essingen: Gebauer (46. Pfleiderer) –Ruth (46. Sagert), Camara (46. Knecht), Dodontsakis (68. Camara), Müller –Kilic (46. Hegen), Biebl (46. de Barros Junior), Funk (46. Rakic), , Schiele (46. Dayan) –Coban (46. Groiß), Herbály
FC Gundelfingen: Dewein –Rembold (46. Oberling), Brugger (46. Kühn), Anzenhofer, Zeyer, Fink –Elze (46. Safak), Braun (46. Grötzinger), Öz –Ost (46. Schneider), Schmid (46. Noller)
Schiedsrichter: Sebastian Eder (Holzkirchen)
Tore: 0:1 Benedikt Ost (43.), 0:2 Janik Noller (75.), 0:3 Elias Oberling (82.)
Gelbe Karten: Funk / Anzenhofer
Zuschauer: 28

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