Die Einstellung und das Ergebnis stimmen

Die Einstellung und das Ergebnis stimmen

Bayernliga Süd: TSV Dachau 1865 – FC Gundelfingen 1:1 (1:1)

Mit der Punkteteilung beim TSV Dachau 65 konnten die Bayernliga-Fußballer des FC Gundelfingen hinterher ganz gut leben. Schließlich hatten die Grün-Weißen wahrlich nicht den besten Tag erwischt. „Wahrscheinlich unsere schwächste Saisonleistung“, räumte Trainer Martin Weng ein, der sich aber mehr darüber ärgert, was nach dem Schlusspfiff geschah. Nach einem kurzen Gespräch mit Referee Stefan Treiber attestierte er diesem, dass er arrogant auftrete. Was der Neuburger damit quittierte, dass er in seiner Tasche kramte und die rote Karte zog.

Zwar hat sich Weng später dafür noch entschuldigt, eine Innenraumsperre in den kommenden Spielen wird das nicht verhindern. „Ein Gespräch mit dem Schiedsrichter bringt einfach nichts, das muss ich in Zukunft unterlassen“, so der Coach – selbst wenn die Pfiffe gegen Spielende so einseitig waren, dass sich selbst das Publikum lustig darüber machte.

Treiber hatte allerdings keinen Einfluss darauf, dass die Gundelfinger nur ganz schwer ins Spiel kamen. Ob es daran lag, dass Weng das Team vor dem Anpfiff noch einmal umstellen musste, weil Elias Weichler und Simon Hille das Aufwärmen abbrechen mussten und nicht auflaufen konnten? Leichte Abstimmungsschwierigkeiten waren jedenfalls erkennbar. Für den Trainer war aber entscheidender, „dass wir die Zweikämpfe diesmal nicht gewonnen haben.“ Nachdem Torhüter Dominik Dewein gegen Marcel Kosuch gerade noch den Rückstand verhindern konnte, war er kurz darauf machtlos. Oliver Wargalla lupfte den Ball über Dewein hinweg in die Maschen – 1:0 (31.). Doch der FCG hatte eine schnelle Antwort. Nach Zuspiel von Niklas Fink köpfte Stürmer Sandro Caravetta den Ball über den 65er-Keeper Marco Jakob und sich selbst in den Lauf. Der Rest war Formsache.

Für Neuzugang Fink, der die eigene Leistung durchaus selbstkritisch als schwächer einstufte, war es noch ein versöhnlicher Abschluss, an der Linie wartete schon Janik Noller zur Einwechselung. Und der sollte die vielen Lücken schließen, hätte aber bei seiner ersten Aktion den FCG sogar in Führung schießen können. „In der Phase waren wir dann besser im Spiel“, erkannte Weng – und lobte vor allem das Bemühen seiner Schützlinge: „Dass nicht immer alles klappt, ist normal. Die Einstellung hat trotzdem gestimmt.“ Vor allem in der zweiten Halbzeit, als Referee Treiber immer stärker ins Spiel eingriff. Ganz besonders in der 78. Minute, als FCG-Torhüter Dewein bei einer Ecke angegangen wurde. Am Boden lag sein Verteidiger Florian Heiß, Dewein hatte an der Lippe etwas abbekommen – und meinte zum Referee: „Danke, dass das Foul nicht gepfiffen wird.“ Dafür griff Treiber zum gelben Karton, und als sich Dewein nicht zurückhalten konnte und ein „Bravo“ hinterherschickte, musste er vom Platz. Selbst Dachaus Co-Trainer Alexander Weiser fand die Reaktion überzogen, zumal sich der Referee in mehreren Aktionen verbal auch nicht gerade zurückhielt. Es änderte aber nichts daran, dass die Gärtnerstädter die Schlussphase mit einem Mann weniger auskommen mussten – und einem Debütanten im Tor. A-Junior Fabio Mahmoudi wurde eingewechselt, wurde aber gar nicht ernsthaft geprüft, weil der FCG in Unterzahl sogar mehr Offensivaktionen hatte als zuvor. Und auch die großzügige Verlängerung der angekündigten Nachspielzeit unbeschadet überstand.

 

TSV Dachau 1865 – FC Gundelfingen 1:1 (1:1)

TSV 1865 Dachau: Jakob – Kelmendi, Lamotte, Leiber, Vötter (76. Konjuhi) – Wargalla (87. Bromm), Sinani, Tugbay (55. F. Mayer), Kosuch (49. Weiss) – Leugner, Maric
FC Gundelfingen: Dewein – Grötzinger, Brugger, Kühn, Heiß, J. Fink (68. Böck) – N. Fink (36. Noller), Braun, Elze (76. Lechner) – Caravetta (76. Schmid), Schneider (80. Mahmoudi)
Schiedsrichter: Stefan Treiber (FC Zell-Bruck)
Tore: 1:0 Wargalla (31.), 1:1 Caravetta (35.)
Gelbe Karte: – / Elze
Gelb-Rot: – / Dewein (78.)
Zuschauer: 150

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