Eine umkämpfte Nullnummer

Eine umkämpfte Nullnummer

23. Spieltag Landesliga SW: FC Kempten – FC Gundelfingen 0:0

 

Das Ergebnis lässt ein wenig spektakuläres Spiel vermuten. 0:0 trennten sich die Fußballer des FC Kempten vom Landesliga-Spitzenreiter FC Gundelfingen, doch das erste Pflichtspiel beider Teams nach der Winterpause war weder für die Zuschauer noch die Beteiligten langweilig. Ganz im Gegenteil.

Auf dem kleinen Kunstrasen im Illerstadion, der knapp die Mindestanforderungen hinsichtlich Spielfeldgröße erfüllen dürfte, gab es keinen Raum, um den ständigen Zweikämpfen zu entgehen. „Die Chance, sich durch die Mitte zu kombinieren, war schlichtweg nicht vorhanden. Dazu war alles zu eng“, lautete ein Resümee von FCG-Coach Martin Weng. Zumal die Kemptener keinen Zweikampf verloren gaben, immer wieder nachsetzten. „Wir haben mit Herz und Leidenschaft gespielt, alles gegeben und uns so den einen Punkt erarbeitet“, war Kemptens Spielertrainer Matthias Jörg hinterher stolz auf die Leistung seiner Schützlinge, wenngleich er im Gespräch mit seinem FCG-Kollegen einräumte: „Eigentlich hättet ihr den Sieg verdient gehabt.“

Dass dies nicht der Fall war, hatte laut Weng zwei Gründe. Einer war, „dass wir am Sechzehner etwas zu verspielt waren und zu selten den Abschluss aus der zweiten Reihe gesucht haben.“ Der andere trug die Nummer eins auf dem Rücken und stand zwischen den Pfosten des FC Kempten. Als nämlich der Gundelfinger Torjäger Philipp Schmid den Ball auf Jan-Luca Fink ablegte, hatte der als Linksverteidiger aufgelaufene Allrounder frei Schussbahn. Doch Bodenmüller brachte noch die Fußspitze an den Ball und lenkte diesen zur Ecke (38.). Noch spektakulärer war die Rettungstat des Keepers nach einer Stunde. FCG-Angreifer Jonas Schneider hatte aus rund zwölf Metern direkt abgezogen – und der reaktionsschnelle Bodenmüller brachte noch die Finger an den Ball und konnte abwehren. Nur einmal wäre der Zerberus machtlos gewesen, als der bei Standards von den Kemptenern doppelt gedeckte und mit allen Mitteln beharkte David Anzenhofer zum Kopfball kam, das Spielgerät jedoch an der Lattenoberkante landete (28.).

FCG-Keeper Dominik Dewein war da deutlich weniger gefordert. Und wenn es wirklich mal hätte gefährlich werden können, durfte er sich auf seine Vorderleute verlassen. Wie beim missglückten Rückpass Anzenhofers. Kemptens Giuseppe Savoca witterte seine Chance, lief Richtung Dewein, doch er hatte die Rechnung ohne FCG-Kapitän Fabio Kühn gemacht. Der grätschte Savoca noch den Ball vom Fuß (20.). Die Forderungen nach einem Elfmeter waren nur zaghaft, denn Kühn hatte klar die Plastikkugel gespielt.

 

FC Kempten – FC Gundelfingen 0:0

FC Kempten: Bodenmüller –Simon, Leyer, Dobras, Kolb – Hayse (72. Jörg), Meßlang, Rauh (72. Fuchs), Michalski –Duchardt, Savoca (61. Ernst)
FC Gundelfingen: Dewein – Grötzinger, Anzenhofer, Kühn, Zeyer, Fink – Noller, Braun, Elze –Schneider (72. Öz), Schmid (83. Hauf)
Schiedsrichter: Rank (FC Eintracht München)
Gelbe Karten: Kolb, Hayse, Jörg / Fink
Zuschauer: 280

Eine FuPa-Bildergalerie gibt es hier…

 

Die restlichen Spiele in der Statistik

1. FC Sonthofen – SV Egg an der Günz 1:1 (0:0)
Tore: 0:1 M. Schedel (62.), 1:1 Mürkl (85.) – Zuschauer: 152

FV Illertissen II – SV Mering 3:1 (2:0)
Tore: 1:0 Caravetta (17.), 2:0 Kusterer (30./Eigentor), 2:1 Utz (45.), 3:1 Trautmann (62.) – Zuschauer: 40