Kurioses Tor führt auf die Siegerstraße

Kurioses Tor führt auf die Siegerstraße

B-JUN-BOL: FC Gundelfingen – TSV Schwaben Augsburg 4:2 (2:1)

Beide Mannschaften traten, urlaubs- und verletzungsbedingt, ersatzgeschwächt zum Nachholspiel an. Die Gastgeber hatten deutlich mehr vom Spiel, gewannen demnach auch verdient mit 4:2, konnten aber heute über weite Strecken des Spieles nicht überzeugen. „Es fehlten die Leader auf dem Platz, die ihr Team pushen.“, kritisierte Trainer Dewein das Auftreten seiner Jungs.
Die ersten 10 Minuten begannen die Hausherren mit schnellem Powerfußball und setzten die Gäste aus Augsburg in deren Hälfte fest. Enes Aydin setzte in der 3. Minute bereits zum Jubeln an, als in letzter Not ein Gegenspieler seinen Kopfball noch von der Linie kratzte. Die nächste torgefährliche Situation ging erneut von Aydin aus. Nach Ballgewinn an der Grundlinie passt er in den Fünfmeterraum, doch Janik Noller verpasste um Haaresbreite den Ball. Wie schon im Hinspiel mehrten sich nun die Chancen.
Ein Doppelschlag durch Enes Aydin (32./33.) ließ das Team endlich jubeln. In dieser Phase wollten die Gärtnerstädter weiter nachlegen, doch ein Fehler im Spielaufbau entwickelte sich zur ersten und einzigen Chance des TSV in Halbzeit 1. Ruan Lima De Melo markierte wie aus dem Nichts den Anschlusstreffer (36.).
In den zweiten 40 Minuten verteidigten die Gäste mit viel Engagement und gewannen immer wieder wichtige Zweikämpfe. Die Donaustädter blieben hinter ihren spielerischen Möglichkeiten zurück, und trugen ihre Angriffe nur phasenweise über ihre schnellen Außen nach vorne. Die hohen Bälle ins Zentrum hatten die Augsburger gut im Griff und entschärften so die überhasteten Offensivaktionen. Nach vorne setzten die Augsburger nicht viele Nadelstiche, einen der wenigen nutzte Daniel Riedle (55.) zum umjubelten Ausgleichstreffer.
Ein kurioses Tor brachte die Grün-Weißen erneut in Führung. Rechtsverteidiger Kai Jäger warf in Höhe des Strafraumes weit Richtung Tor ein. Der Ball hüpfte vor Torwart Sandro Kaufmann auf und glitt ihm unglücklich durch die Hände ins Netz. Seine Berührung war ausschlaggebend für ein regelkonformes Tor. „Heute traut sich keiner aufs Tor zu schießen, dann brauchst du so ein Ding!“, ärgerte sich Coach Dewein.
5 Minuten vor dem Spielende trug sich Enes Aydin zum dritten Male am heutigen Tag in die Torschützenliste ein und machte den Sieg perfekt. Kein gutes Spiel, aber im Kampf um die Meisterschaft zählen nur die 3 Punkte.