Nicht nur eine lädierte Nase

Nicht nur eine lädierte Nase

Testspiel: FC Gundelfingen – FV Sontheim/Brenz 0:2 (0:1)

Das gute Gefühl hielt gerade mal vier Tage an. Hatte sich Trainer Martin Weng vergangenes Wochenende noch über den 4:2-Testspielsieg gegen den Landesligisten TSV Gersthofen gefreut und sein Team auf dem richtigen Weg gesehen, stand er am Mittwochabend nach dem finalen Probelauf gegen den FV Sontheim ziemlich ernüchternd da. 0:2 (0:1) hatten die Bayernliga-Fußballer des FC Gundelfingen gegen den württembergischen Landesligisten verloren. Und das keineswegs unglücklich. Den Stab will Weng über seinen Schützlingen allerdings nicht brechen, schließlich steht am Samstag (13 Uhr) beim VfR Neuburg die erste Pflichtaufgabe nach fast neun Monaten an. Beim bisherigen Ligarivalen geht es für den FCG um den Einzug in die erste Hauptrunde des Toto-Pokals.

„Ich will jedes Trainingsspiel gewinnen“, lässt Weng erst gar keine Zweifel aufkommen, dass der Pokalauftritt donauabwärts nebensächlich wäre. Ganz im Gegenteil. „Gerade nach dem Auftritt gegen Sontheim hat Neuburg an Bedeutung gewonnen“, erklärt der Coach. Dort muss er allerdings wieder auf zwei sogenannte Führungsspieler verzichten. Fabio Kühn hat am Freitag seinen Impftermin, Kapitän Tiemo Reutter kam am Donnerstag unters Messer. Der Grund dafür war ein Zusammenprall im Sontheim-Spiel, nach dem Reutters Nase ziemlich verbeult ausschaute. Selbst ohne den obligatorischen Krankenhaus-Besuch war klar, dass das Riechorgan des Kapitäns gebrochen ist. „Vielleicht bekomme ich jetzt eine Stupsnase“, konnte der verletzungserprobte Reutter nach der ersten Untersuchung schon wieder scherzen.

Weniger Anlass zum Lachen bot die Partie gegen die Sontheimer. Der Unterschied von zwei Spielklassen, der auf dem Papier existiert, war zu keinem Zeitpunkt zu sehen. Im Gegenteil, die klassentieferen württembergischen Nachbarn mit sechs Ex-Gundelfingern im Aufgebot, wollten ihrem zahlreich mitgekommenen Anhang etwas zeigen – und das Vorhaben gelang. Nicht nur, weil Jorgo Kentiridis die Vorlage des früheren FCGlers Mario Laubmeier zum 0:1 (33.) verwertete. Oder weil Marcus Mattick bei seinem Comeback nach einjähriger Pause am 0:2 (84.) nicht ganz unbeteiligt war. Mattick, der ebenfalls schon das grün-weiße Trikot trug, kam zwar nicht an den Ball, dafür aber FCG-Verteidiger Raphael Mahler, der klären wollte – und ins eigene Netz traf.

Die beste FCG-Chance hatte Markus Böck, als er zehn Minuten vor Schluss zum Elfmeter antreten durfte, die Kugel jedoch an die Latte knallte. Vorausgegangen war ein Foul an Dennis Lechner. „Es war leider eine der wenigen guten Aktionen. Lechner suchte den Zweikampf, wollte ihn gewinnen und verursachte damit den Elfmeter. Solche Aktionen waren leider viel zu selten. Sontheim war bissiger, die wollten unbedingt“, so Weng, und schickte hinterher: „Das hat nichts mit Qualität zu tun, sondern mit Willen. Willen, wie er uns vergangene Saison noch ausgezeichnet hatte…“

FC Gundelfingen – FV Sontheim/Brenz 0:2 (0:1)

FC Gundelfingen: Dewein – Böck, Reutter (11. Brugger), Kühn (63. Mahler), Weichler (63. Heiß), Hille (63. Lechner) – Elze (46. N. Fink), Braun, Noller – Caravetta (63. Hauf), Schneider (63. Spizert)
FV Sontheim: Reinelt – Leoff (61. Böhm), Eberhardt (57. Jäger), Bolcek (16. Kastler), Sapper (53. Arslanovic) – Hörger, R. Färber (61. Urban), Gentner (69. S. Färber), J. Mack (69. Sparr) – Kentiridis (69. Mattick), Laubmeier (61. Gläser)
Schiedsrichter: Stadlmayr (SV Donaumünster)
Tore: 0:1 Kentiridis (33.), 0:2 Mahler (84./Eigentor)
Bes. Vorkommnis: Böck (FC Gundelfingen) verschießt Foulelfmeter (80.)
Gelbe Karten: –/ Hörger, Kastler, Jäger
Zuschauer: 190

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